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Chlamydia trachomatis

Morphologie und Kultur

Stand: 12. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Wie alle Bakterienarten der Gattung Chlamydia lebt und vermehrt sich Chlamydia trachomatis nur innerhalb der menschlichen Wirtszelle, in der Fachsprache nennt man dies "obligat intrazellulär". Die gramnegativen Bakterien können bestimmte kleine Moleküle, die sie für den Energiestoffwechsel brauchen, nicht selber herstellen: die sogenannten Nukleotide (ATP, GTP, UTP). Daher sind sie auf die menschlichen Zellen angewiesen, die ihnen Nukleotid-Quellen bieten. Chlamydia trachomatis verhält sich aus diesem Grund wie eine Art Energieparasit.

Die Bakterien sind sehr klein und kommen in zwei Lebensformen vor:

  • einer intrazellulären (innerhalb einer Zelle vorkommenden) Form
  • und einer extrazellulären (außerhalb der Zelle vorkommenden) Form.

Die extrazelluläre, infektiöse Chlamydienform wird Elementarkörperchen genannt. Die intrazelluläre, nicht infektiöse Form von Chlamydia trachomatis ist größer als die extrazelluläre Form und heißt Initialkörperchen. Wenn sich die Chlamydien in der Zelle in zu großer Zahl vermehren, bilden sie sogenannte Einschlusskörperchen, eine Art kleines Bläschen.

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