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Stand: 6. Juli 2007Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Infektion mit Blastomyces dermatitidis führt zur so genannten Blastomykose. Durch die Inhalation von pilzhaltigem Staub gelangt der Erreger in die Lunge und führt dort zu einer Lungenentzündung (Pneumonie). Diese nimmt einen langsamen, schleichenden Verlauf. Dabei kann es zu weiteren Krankheitserscheinungen wie unregelmäßigem Fieber, eitrig-blutigem Auswurf und Gewichtsabnahme kommen.
In seltenen Fällen breitet sich Blastomyces dermatitidis über das Blut auch in andere Organe wie Leber, Milz, Knochen, Niere, Prostata und Gehirn aus. In solch einem Fall spricht man von einer systemischen Blastomykose. Wird auf diesem Wege die Haut infiziert, können eitrige Knoten (Granulome) entstehen, die von zahlreichen Abszessen umrandet sind. Kommt es zusätzlich zu Infektionen durch Bakterien (sog. Superinfektion) entstehen Geschwüre. Die entstandenen entzündlichen Prozesse heilen sehr langsam ab und lassen häufig eine dellenförmige (zentral atrophe) Narbe zurück. Unbehandelt verläuft die Krankheit meist tödlich.
Eine Erkrankung durch Blastomyces dermatitidis kann medikamentös mit Ketoconazol, Amphotericin B oder Itraconazol behandelt werden.
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