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Stand: 6. September 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Der Milzbranderreger Bacillus anthracis ist ein grampositives Stäbchen-Bakterium, das in Anwesenheit von Sauerstoff wachsen kann, also aerob ist. Unter ungünstigen Lebensbedingungen bilden die Bakterien widerstandfähige Dauerformen (Sporen), die in der Natur über Jahrzehnte lebensfähig bleiben können. Im Körper bildet Bacillus anthracis eine besondere Kapsel aus D-Glutaminsäure, die den Erreger vor den Fresszellen des Immunsystems schützt.
Für Bacillus anthracis gibt es mehrere Übertragungswege. Am häufigsten gelangt Bacillus anthracis über Hautverletzungen in den menschlichen Körper, selten auch über den Mund oder Verdauungstrakt (z.B. durch den Verzehr von rohem Fleisch) oder durch Einatmen der Sporen. Tiere nehmen die Bakterien mit ihrem Futter auf.
Überträger der Bakterien sind an Milzbrand (Anthrax) erkrankte Tiere oder verunreinigte tierische Produkte (z.B. Wolle, Ziegenhaar, Knochenmehl, Rasierpinsel, Satteldecken). Die Erkrankung zählt damit zu den sogenannten Zoonosen.
Sind die Bakterien in den Körper eingedrungen, vermehren sie sich nahe der Eintrittspforte und geben Giftstoffe ab, welche Zellen und Gewebe schädigen. Über Lymphgefäße und Blutbahn kann sich Bacillus anthracis in andere Körperbereiche ausbreiten.
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