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Stand: 6. September 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Infektion mit Bacillus anthracis kann verschiedene Krankheitsbilder auslösen. Die Bakterien führen, je nachdem wie sie in den Körper gelangt sind, nach zwei bis fünf Tagen zu verschiedenen Formen des Milzbrands (Anthrax). Gelangt der Erreger über kleine Hautverletzungen in den Körper, kann es zu Hautmilzbrand kommen, während das Einatmen der Sporen zu Lungenmilzbrand führt.
Hautmilzbrand äußert sich durch eine schmerzlose, juckende Papel an Händen, Unterarmen oder im Gesicht, die später schwarz wird. Beim Lungenmilzbrand kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen, bis es nach zwei bis drei Tagen plötzlich zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) mit Fieber und Kurzatmigkeit kommt.
Werden die Milzbrand-Sporen über verunreinigte Nahrungsmittel aufgenommen, kann sich Darmmilzbrand entwickeln, bei dem eine Darmentzündung, in seltenen Fällen auch eine Racheninfektion auftritt.
Bei allen drei Formen des Milzbrands kann es zur Blutvergiftung (Milzbrandsepsis) kommen, die nach wenigen Stunden tödlich endet.
Eine Erkrankung durch Bacillus anthracis kann man vorbeugen, indem man den Kontakt zu bereits an Milzbrand (Anthrax) erkrankten oder verstorbenen Tieren sowie zu deren Produkten (Wolle etc.) vermeidet. Tierkadaver müssen verbrannt werden.
Ist der Erreger erst einmal in den Körper eingedrungen beziehungsweise besteht der Verdacht auf eine Infektion mit Bacillus anthracis, sollte so schnell wie möglich eine Therapie erfolgen.
Personen, bei denen das Risiko, mit Bacillus anthracis in Berührung zu kommen, erhöht ist (z.B. Tierärzte oder Abdecker) können durch eine Schutzimpfung einer Milzbrand-Infektion vorbeugen.
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