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Acanthamoeba

Krankheiten

Stand: 27. Juni 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Die Amöben-Art Acanthamoeba kann durch das Einatmen von Staub, durch die Aufnahme von Acanthamoeba-haltigen Flüssigkeiten sowie durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Dadurch kommt es oft zu einer Besiedelung der Mund- und Nasenschleimhaut. Die Amöben siedeln sich auch in kleinen Hautverletzungen oder auf der Hornhaut des Auges an. Besonders bei Kontaktlinsenträgern kann es dadurch zu einer Hornhautentzündung (Akanthamöben-Keratitis) kommen. Unter Umständen verbreiten sie sich über den Blutkreislauf im Körper und können dadurch auch Gewebe des zentralen Nervensystems oder von Körperorganen besiedeln.

Erkrankungen mit Acanthamoeba sind eher selten und betreffen besonders Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Bei ihnen kann es zu einer Hirnhautentzündung, der granulomatösen Amöbenenzephalitis (GAE), kommen.

Diagnose

Die Protozoen-Art Acanthamoeba kann mikroskopisch in Proben der Kontaktlinsenflüssigkeit nachgewiesen werden oder molekularbiologisch mithilfe der Polymerasekettenreaktion (PCR). Ein mikroskopischer Nachweis ist auch anhand einer Hornhaut- oder Hirngewebeprobe (Biopsie) möglich.

Therapie

Eine Akanthamöben-Keratitis kann medikamentös mit Chlorhexidin- oder Propamidin-Augentropfen behandelt werden. In einigen Fällen wird die Keratitis operativ behandelt und die Hornhaut durch eine Spenderhornhaut ersetzt (Keratoplastik).

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