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Rizinusöl

Hinweise

Stand: 3. April 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Rizinusöl kann bei empfindlichen Personen zu allergischen Hautreaktionen führen. Außerdem enthalten Rizinussamen starke Allergene, die beim Einatmen pulverisierter Samen allergische Reaktionen hervorrufen können.

Bei höherer Dosierung können Magenbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Bei der häufigen Anwendung von Rizinusöl kommt es zu einem erhöhten Verlust von Wasser und Elektrolyten, insbesondere Kalium. Die verminderte Kaliumkonzentration kann zu Darmträgheit, Muskelschwäche und zu Problemen im Bereich des Herzens führen.

Die abführende Wirkung des Rizinusöls ist von einer intakten Fettverdauung abhängig. Ist diese gestört, ist keine Wirkung möglich. Auch Antihistaminika können die abführende Wirkung von Rizinusöl vermindern.

Bei einer Therapie mit herzwirksamen Glykosiden sollte Rizinusöl nicht angewendet werden, weil es durch den Kaliumverlust zu einer verstärkten Wirkung der Herzglykoside kommen kann.

Bei einem Darmverschluss und entzündlichen Darmerkrankungen, wie beispielsweise Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, darf Rizinusöl nicht angewendet werden. Bei unklaren Beschwerden im Bauchraum soll ebenfalls keine Anwendung erfolgen. Weiterhin sollte Rizinusöl bei Gallensteinleiden nicht eingesetzt werden.

Als Gegenmittel bei Vergiftungen ist Rizinusöl nicht geeignet, weil die Substanz die Aufnahme von Giften in den Körper beschleunigen kann.

In den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft kann Rizinusöl einmalig angewendet werden, obwohl schwangeren Frauen zu besser verträglichen Abführmitteln geraten werden sollte. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Rizinusöl aufgrund der Gefahr einer vorzeitigen Wehenförderung nicht genommen werden. Für die Behandlung von Kindern unter zwölf Jahren ist Rizinusöl nicht zu empfehlen.

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