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Leinsamen

Hinweise

Stand: 23. März 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Wenn die Dosierungsanleitung für Leinsamen mit der zusätzlich empfohlenen Flüssigkeitsmenge beachtet wird, werden in der Regel keine Nebenwirkungen beobachtet. Wird der Leinsamen jedoch nicht mit einer ausreichenden Menge an Flüssigkeit eingenommen, kann es zu einer vorzeitigen Quellung kommen und damit zu einer Verstopfung des Rachenraums oder der Speiseröhre mit Erstickungsgefahr.

Treten Brustschmerzen, Erbrechen oder Schluck- und Atembeschwerden auf, nachdem Leinsamen eingenommen wurde, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Bei einem Darmverschluss oder akut entzündlichen Darmerkrankungen, wie beispielsweise Morbus Crohn und Colitis ulcerosa darf Leinsamen als Abführmittel nicht angewendet werden. Bei Erkrankungen oder Verengungen der Speiseröhre und des Mageneingangs darf Leinsamen ebenfalls nicht verwendet werden. Ebenso sollte bei Hauterkrankungen, die Zeichen einer Infektion wie nässende Wunden und Eiterungen tragen, auf Leinsamen verzichtet werden.

Bei Kindern unter sechs Jahren sollte Leinsamen nicht angewendet werden, weil für diese Altersklasse keine Dosierungsanleitungen vorliegen. Kinder unter zwölf Jahren sollten Leinsamen nicht bei Entzündungen im Magen-Darm-Bereich einnehmen.

Während der Einnahme von Leinsamen kann es zu einer verminderten Aufnahme und damit zu einer herabgesetzten Wirkung anderer Arzneimittel kommen. Leinsamen sollte daher im Abstand von mindestens einer Stunde zu der Einnahme anderer Arzneimittel eingenommen werden. Außerdem sollte Leinsamen nicht zusammen mit Mitteln gegen Durchfall, welche die Darmtätigkeit hemmen, eingenommen werden.

Zu beachten ist auch, dass Leinsamen zwischen 0,1 und 1,5 Prozent Cyanide, die aus den cyanogenen Gkykosiden freigesetzt werden, enthält und es daher bei zu hoher Dosierung zu einer Blausäurevergiftung (Cyanidvergiftung) kommen kann. Außerdem kann sich in Leinsamen das giftige Schwermetall Cadmium anreichern. Drogen in nach Arzneibuch geprüfter Qualität enthalten jedoch nur Mengen, die bei normaler Dosierung unbedenklich sind.

Wichtig bei der Einnahme von Leinsamen ist sein nicht unbeträchtlicher Nährwert von 470 kcal pro 100 g. Die Verwendung eines aufgeschlossenen Samens hat den Vorteil einer schnelleren Quellwirkung bei nur geringer Freisetzung von Fetten.

Sollten trotz Behandlung die Verstopfung oder Stuhlunregelmäßigkeiten anhalten oder es zu unklaren Beschwerden im Magen-Darm-Bereich kommen, sollte ein Arzt die Ursachen abklären.

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