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Stand: 5. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Die Blätter des Ginkgos enthalten unter anderem folgende Inhaltstoffe:
Indem man Ginkgoblätter zermahlt, die Inhaltsstoffe aus der Pflanze löst, anreichert und von unerwünschten Stoffen abtrennt, entsteht am Ende der Ginkgo-biloba-Extrakt. Im Extrakt nicht enthalten sind die Pflanzensäuren, da es sich dabei um hautreizende und allergieauslösende Substanzen handelt. Die Ausbeute aus den Blättern ist dabei recht dürftig: Aus fünf Tonnen Ausgangsmaterial lassen sich nur 100 Kilogramm Ginkgo-Extrakt gewinnen.
Hinweisen aus wissenschaftlichen Studien zufolge soll Ginkgo-Extrakt den Energiestoffwechsel in den Zellen fördern. Dadurch könnte er theoretisch die Nervenzellen vor Schäden schützen und auch die Wiederherstellung bereits geschädigter Hirnzellen fördern. Ginkgo-Extrakt soll dabei speziell die Membran der Mitochondrien stabilisieren. Diese wandeln die Energie, welche in der Nahrung gebunden ist, in eine für die Zelle verwertbare Form um. Mitochondrien reagieren sensibel auf einen Sauerstoff- und/oder Nährstoffmangel. Werden sie geschädigt, führt dies über weitere Mechanismen dazu, dass die Zelle, in der sie sich befinden, stirbt. Die im Ginkgo-Extrakt enthaltenen Substanzen können möglicherweise schädigende Zellstoffe (freie Radikale) abfangen und so die Nervenzelle vor dem programmierten Zelltod, der Apoptose, schützen.
Ginkgo-Extrakt wird zudem nachgesagt, dass er die Fließeigenschaften des Blutes verbessert, die Durchblutung fördert und sich positiv auf den Energiestoffwechsel im Gehirn auswirkt. Diese angeblichen Wirkungen sind jedoch wissenschaftlich nicht eindeutig belegt, die Studienergebnisse sind oft widersprüchlich oder lassen sich wegen uneinheitlichen Versuchsaufbaus nicht gut miteinander vergleichen. Eine neuere große Studie widerlegt beispielsweise, dass sich Ginkgo positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirkt und Demenzerkrankungen entgegenwirken kann. Das Ergebnis dieser Studie deckt sich mit anderen Studien. Ginkgo wird zudem häufig bei Tinnitus eingesetzt. Auch hier hat Ginkgo laut neueren medizinischen Studien jedoch kaum mehr Wirkung als ein Scheinmedikament (Placebo).
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