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Bärentraubenblätter

Hinweise

Stand: 3. April 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Bei der Anwendung von Bärentraubenblättern kann es in erster Linie zu Magenbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen kommen, die auf einer Reizung der Magenschleimhaut beruhen. Der Grund hierfür sind die in den Bärentraubenblättern enthaltenden Gerbstoffe, die aber durch die Herstellung eines Tee-Kaltansatzes minimiert werden. Langdauernder Einsatz kann Leberschäden verursachen. Bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen sollten Bärentraubenblätter nicht angewendet werden.

Bei der Verwendung von Dragees oder Lösungen, die einen Extrakt aus Bärentraubenblättern enthalten, werden als seltene Nebenwirkung Hautrötungen und Juckreiz angegeben. Arbutinhaltige Arzneimittel können den Harn grün bis blaugrün verfärben.

Bei saurem Harn vermindert sich die antibakterielle Wirkung der Bärentraubenblätter. Nahrung, die den Harn ansäuert, ist beispielsweise Fleisch.

Hydrochinon steht in dem Verdacht, krebserregend zu sein. Daher wird empfohlen, Bärentraubenblätter nur zeitlich begrenzt anzuwenden (höchstens eine Woche bzw. fünfmal im Jahr). Aus diesem Grund sollten schwangere Frauen Bärentraubenblätter nicht anwenden. Da nicht hinreichend bekannt ist, ob und in welchen Mengen Hydrochinon in die Muttermilch übergeht, wird stillenden Müttern ebenfalls empfohlen, Bärentraubenblätter nicht anzuwenden. Das Gleiche gilt für Kinder unter zwölf Jahren.

Teilweise wird bei den Dragees und Lösungen, die einen Extrakt aus Bärentraubenblättern enthalten, als Gegenanzeige die Anwendung einer Behandlung mit Immunsuppressiva angegeben. Immunsuppressiva unterdrücken oder schwächen die körpereigenen Immunreaktionen und werden beispielsweise nach Transplantationen oder bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

Bei Blut im Harn, Fieber oder gleichzeitig auftretenden Rückenschmerzen bzw. wenn durch die Einnahme der Bärentraubenblätter keine erhebliche Besserung der Beschwerden innerhalb von einigen Tagen auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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