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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 6. September 2011Autor: Onmeda-Redaktion
In den ersten Wochen nach der Geburt ist bei Mädchen (und auch bei Jungen) oft eine leichte Schwellung der Brustdrüsen zu bemerken. Diese entsteht durch weibliche Sexualhormone, die während der Schwangerschaft vom Blutkreislauf der Mutter über die Plazenta in den Blutkreislauf des Kindes mit übergegangen sind. Durch diesen hormonellen Einfluss sind die Milchgänge in der Brust des Kindes erweitert und bei vielen Neugeborenen gibt die Brustdrüse ein milchiges Sekret ab – die sogenannte Hexenmilch. Da nach der Geburt die Konzentration der mütterlichen Hormone im Körper des Neugeborenen wieder abnimmt, bildet sich die Brustschwellung in den nächsten Wochen zurück. Eine Hexenmilch-Produktion ist auch bei Jungen unter dem Einfluss der mütterlichen Hormone möglich, da sowohl beim weiblichen, als auch beim männlichen Embryo Brustdrüsen angelegt sind. Später sind diese beim erwachsenen Mann jedoch nicht funktionsfähig und nicht voll ausgebildet: Zwar sind verzweigte Milchgänge vorhanden, diese erreichen aber die Brustwarze in der Regel nicht.
Mit Beginn der Pubertät verändert sich bei Mädchen der Hormonspiegel im Blut: Es werden vermehrt weibliche Sexualhormone ausgeschüttet, die zu verschiedenen Veränderungen führen. Eine davon ist die Entwicklung der weiblichen Brust (Mamma).
Die weibliche Brust gehört zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Die Entwicklung der Brust ist meist das erste Anzeichen dafür, dass bei einem Mädchen die Pubertät einsetzt und es beginnt, geschlechtsreif zu werden. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Mädchen etwa zwischen neun und zwölf Jahre alt. Die erste Knospung der weiblichen Brust in diesem Alter bezeichnet man fachsprachlich auch als Thelarche. Im Laufe der Pubertät nimmt das Drüsengewebe durch den Einfluss von Hormonen zu und die weibliche Brust vergrößert sich um das bis zu 20-Fache.
Bei der geschlechtsreifen Frau unterliegt die Brust zudem hormonellen Veränderungen im Rahmen des Menstruationszyklus, die sich bei einigen Frauen spürbar auf Größe und Form der Brust auswirken können. Vor Beginn der Regelblutung ist die weibliche Brust häufig leicht geschwollen und schmerzt unter Umständen. Solche Veränderungen im Rahmen des Zyklus sind normal und unbedenklich.
Die weibliche Brust verändert sich auch in der Schwangerschaft durch hormonelle Einflüsse. Die Brustdrüse bereitet sich auf das bevorstehende Stillen und die dafür nötige Milchproduktion vor. Bei vielen Frauen vergrößert sich die Brust (oft schon früh) in der Schwangerschaft deutlich, was sich häufig durch ein Spannen und eine größere Empfindlichkeit der Brust bemerkbar macht.
Auch während der Stillzeit verändert sich die weibliche Brust. Hormone, die der Körper der Frau als Reaktion auf das Saugen des Kindes an der Brustwarze ausschüttet, fördern die Milchproduktion der mütterlichen Brust, wodurch oft auch der Brustumfang zunimmt.
In den Wechseljahren beziehungsweise nach der Menopause, also der letzten Regelblutung, stellt der Körper der Frau die Produktion von weiblichen Sexualhormonen nach und nach ein. Als Folge davon bildet sich das Drüsengewebe zurück und die Brust wird kleiner.
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Stand: 6. September 2011
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