Startseite > Lexika > Lexikon der Anatomie > Skelett > Becken
Stand: 25. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Das Skelett des Beckens (Pelvis) besteht aus den beiden Hüftbeinen (Ossa coxae) und dem Kreuzbein (Os sacrum).
Kreuzbein und Hüftbein sind auf beiden Seiten durch die Kreuzbein-Darmbein-Gelenke (Iliosakragelenke) miteinander verbunden. Zusätzlich treffen die beiden Hüftbeine vorne an der Schambeinfuge (Symphyse) aufeinander. Iliosakralgelenke und Schambeinfuge verbinden Kreuzbein und Hüftbeine zu einem stabilen, aber weitgehend unbeweglichen Ring. Erst zwischen dem 14. Und 16. Lebensjahr verschmilzt das vormals dreiteilige Hüftbein zu einem einteiligen Knochen. Vorher besteht jedes der beiden Hüftbeine aus einem Darmbein (Os ilium), einem Sitzbein (Os ischii) und einem Schambein (Os pubis).
Das Becken-Skelett gliedert sich in das große und das kleine Becken. Die Grenze zwischen großem und kleinem Becken verläuft ausgehend von der Bandscheibe, die zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Kreuzbein liegt. Sie orientiert sich entlang der bogenförmigen, knöchernen Linie (Linea arcurata) sowie dem oberen Rand der Schambeinfuge (Symphyse). Die Grenze zwischen großem und kleinem Becken bildet gleichzeitig den Beckeneingang.
Das große Becken bildet sich aus den Beckenschaufeln der Darmbeine und dem Kreuzbein, während sich das kleine Becken aus den beiden Schambeinen und den beiden Sitzbeinen zusammensetzt. Aufgrund ihrer Form bildet sich zwischen Schambein und Sitzbein eine Öffnung aus, das sogenannte Hüftbeinloch (Foramen obturatum), das durch eine Membran aus Bindegewebe verschlossen ist. Der Beckenausgang befindet sich am hinteren Ende des kleinen Beckens auf Höhe des Steißbeins. Beckeneingang, Beckenausgang und der dazwischen liegende Beckenkanal bilden bei Frauen den Geburtskanal aus.
Aus diesem Grund unterscheidet sich die Form des Beckenkanals zwischen Männern und Frauen. Bei Frauen laden die beiden Beckenschaufeln weiter seitlich aus. Der Übergang vom großen zum kleinen Becken ist beim weiblichen Becken quer oval geformt. Insgesamt ist das weibliche Becken größer als das männliche Becken, das zusätzlich durch das deutlicher hervor tretende Kreuzbein, das in der Beckenhinterwand integriert ist, eingeengt wird. Außerdem sind die beiden Schambeinäste beim weiblichen Becken größer als beim männlichen Becken.
Finden Sie im Lexikon der Anatomie alles rund um die menschliche Anatomie – vom Aufbau der Extremitäten bis hin zu Herz-Kreislauf-, Nerven- und Immunsystem. mehr ...
Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.