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Schilddrüse (Glandula thyroidea)

Schilddrüsenhormone

Stand: 31. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Die beiden Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin, Tetrajodthyronin) bestehen zu einem Großteil aus Jod. T3 enthält drei (griech. tri- = 3) Jodmoleküle und T4 dementsprechend vier (griech. tetra- = 4).

Das Spurenelement Jod muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Jodbedarf liegt für Erwachsene bei etwa 200 Mikrogramm (µg), das entspricht 0,2 Milligramm (mg). Über den Magen-Darm-Trakt gelangt das Jod aus der Nahrung ins Blut und von dort zur Schilddrüse (Glandula thyroidea). Hier wird das Jod nach mehreren Zwischenschritten in die Schilddrüsenhormone eingebaut.

Die Schilddrüse bildet täglich durchschnittlich 80 Mikrogramm (= 0,00008 Gramm) T4 und bis zu 50 Mikrogramm (= 0,00005 Gramm) T3 und speichert diese. Bei Bedarf gibt sie die Hormone dann ans Blut ab. Dort sind beide Hormone zu beinah 100 Prozent an Transporteiweiße gebunden und nur ein sehr geringer Anteil liegt als freies, also ungebundenes, Hormon vor. Man spricht dann von freiem T3 (fT3) und freiem T4 (fT4). Nur die freien Hormone wirken auf den Stoffwechsel.

Die beiden Hormone haben eine unterschiedliche Halbwertszeit. Darunter versteht man die Zeit, nach der sich die ursprünglich vorhandene Menge dieser Hormone durch Stoffwechselprozesse auf die Hälfte reduziert hat. Die Halbwertszeit für T3 beträgt etwa 19

Die Normwerte im Serum liegen:

  • für freies T3 zwischen 2,2 bis 5,5 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml). Das entspricht 2,2 bis 5,5 Billionstel Gramm pro Milliliter (2,2 bis 5,5 x 10-12 Gramm pro Milliliter).
  • für freies T4 zwischen 0,6 bis 1,8 Nanogramm pro Deziliter (ng/dl). Das entspricht oder 0,6 bis 1,8 Milliardstel Gramm pro 100 Milliliter (0,6 x 10-10 bis 1,8 x 10-9 Gramm pro 100 Milliliter).

Die Bildung der Schilddrüsenhormone wird durch einen komplexen Rückkoppelungsmechanismus von bestimmten Bereichen des Gehirns gesteuert, dem Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns) und der Hypophyse (Hirnanhangdrüse).

Calcitonin

Außer den "klassischen" Schilddrüsenhormonen T3 und T4 bildet die Schilddrüse auch das Hormon Calcitonin. Da es jedoch von anderen Zellen der Schilddrüse gebildet wird (den C-Zellen), zählt man Calcitonin nicht zu den Schilddrüsenhormonen.

Calcitonin ist am Kalziumstoffwechsel und der Mineralisierung der Knochen beteiligt: Die Schilddrüse produziert Calcitonin, wenn im Blutplasma hohe Kalziumwerte vorliegen und bewirkt, dass der Körper nun Kalzium in Form von Kalziumphosphat in die Knochen einlagert beziehungsweise aus den Knochen kein Kalzium freisetzt. Der Kalziumspiegel im Blutplasma sinkt dadurch wieder. Nach bisherigem Erkenntnisstand wirkt sich ein zu hoher oder zu niedriger Calcitoninspiegel jedoch nicht nachteilig auf die Gesundheit aus.

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Schilddrüse (Glandula thyroidea)

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