|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Lexika > Lexikon der Anatomie > Schilddrüse (Glandula thyroidea) > Funktion der Schilddrüse
Schilddrüse (Glandula thyroidea)Funktion der SchilddrüseStand: 31. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) stellt drei verschiedener Hormone her:
Unter dem Begriff Schilddrüsenhormone versteht man jedoch im Allgemeinen nur die beiden Hormone T3 und T4, die in bestimmten Zellen der Schilddrüse (den Follikelepithelzellen) gebildet werden. Das Hormon Calcitonin hingegen bilden die C-Zellen (auch: parafollikuläre Zellen) der Schilddrüse, die zwischen den Follikelepithelzellen liegen. Die Wirkung der Schilddrüsenhormone ist sehr vielfältig und teilweise mit den Aufgaben anderer Hormone eng verflochten. Zum einen beeinflussen sie den Stoffwechsel, zum anderen sind sie für Wachstum und Reifung des Körpers zuständig. So sorgen die Schilddrüsenhormone zum Beispiel dafür, dass der Körper zugeführte Nahrung schnell und gut "verwertet". SchilddrüsenüberfunktionIst der Spiegel der Schilddrüsenhormone im Blut zu hoch (Schilddrüsenüberfunktion), steigt der Grundumsatz des Körpers stark an, sodass er mehr Energie verbraucht als gewöhnlich. Dies führt zur Gewichtsabnahme. Weitere Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind unter anderem Herzrasen und Nervosität. SchilddrüsenunterfunktionEin Mangel an Schilddrüsenhormonen (Schilddrüsenunterfunktion) wirkt sich nachteilig auf das Wachstum und die Entwicklung des Körpers aus. Gerade in frühen körperlichen Entwicklungsphasen, also während der Embryonalzeit und im Kindesalter, kann ein Mangel an Schilddrüsenhormonen zu schwerer körperlicher und geistiger Unterentwicklung führen. Daher ist in diesen Lebensphasen eine gesunde Funktion der Schilddrüse besonders wichtig. Eine ausreichende Versorgung mit Jod gewährleistet, dass das Organ genug Hormone bilden kann – Jodmangel dagegen ist eine häufige Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion. Beim Erwachsenen entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion in der Regel schleichend, weshalb man lange keine Beschwerden bemerkt. Symptome zeigen sich erst, wenn die Unterfunktion stärker wird. Dann kommt es zum Beispiel zu Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und einer Gewichtszunahme. SchilddrüsenvergrößerungKommt es durch andauernden Jodmangel zu einer krankhaften Schilddrüsenvergrößerung, auch Kropf oder Struma genannt, dehnt sich die Schilddrüse wegen des Platzmangels nach unten hin aus. Das kann unter Umständen die Luftröhre einengen und Beschwerden beim Atmen verursachen. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaSchilddrüse (Glandula thyroidea)
Das könnte Sie auch interessieren
Lexikon der Anatomie & PhysiologieFinden Sie im Lexikon der Anatomie & Physiologie alles rund um die menschliche Anatomie – vom Aufbau der Extremitäten bis hin zu Herz-Kreislauf-, Nerven- und Immunsystem. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |