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Anatomie Lunge

Atemvolumina

Stand: 12. Juni 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Spezielle Rezeptoren regulieren den Bedarf an Luft (O2). Ein Erwachsener hat eine Atemfrequenz von etwa 10 bis 16 Atemzügen pro Minute. Man bezeichnet dieses Luftvolumen als Atemzugvolumen. Bei einer mittleren Atemhäufigkeit ergibt sich damit ein Atemminutenvolumen (AMV) zwischen 5 l und 8 l Luft in einer Minute. Bei sehr starken körperlichen Anstrengungen oder auch in Panik kann das AMV sogar auf etwa 150 l pro Minute ansteigen.

Willkürlich kann der Mensch zusätzlich zu seinen benötigten Atemzugvolumen ein als inspiratorisches Reservevolumen bezeichnetes Volumen einatmen (= tiefes Einatmen). Dieses Volumen beträgt im Mittel ca. 2,5 l. Mehr Luft kann dann, trotz größter Anstrengung, nicht mehr eingeatmet werden.

Das Abbildung zeigt die Atemvolumina der Lunge.
Atemvolumina der Lunge

Beim Ausatmen können - nach einer normalen Ausatmung - willentlich noch zusätzlich etwa 1,5 l ausgeatmet werden. Dieses zusätzliche Volumen wird als exspiratorisches Reservevolumen bezeichnet. Eine tiefere (= weitere) Ausatmung ist dann nicht mehr möglich.

Das in der Lunge verbliebene Restolumen wird als Residualvolumen bezeichnet. Die Summe aus Atemzugvolumen, inspiratorischem Reservevolumen und exspiratorischem Residualvolumen wird als Vitalkapazität bezeichnet. Sie beträgt im Mittel ca. 4,5 l. Die Vitalkapazität plus Residualvolumen ergibt die Totalkapazität.

Trainierte Sportler haben teilweise erheblich größere Volumina als untrainierte Personen. Außerdem sind die Volumina vom Alter und Geschlecht abhängig, wobei die von Frauen im Mittel geringer sind als die von Männern.

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