Startseite > Lexika > Lexikon der Anatomie > Die Leber (Hepar) > Lage im Körper und Aufbau
Stand: 22. Juli 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Die Leber (Hepar) befindet sich direkt unterhalb des Zwerchfells im rechten Oberbauch. Zum Teil ist der obere Bereich der Leber mit dem Zwerchfell verwachsen. Eine bandartige Struktur (Ligametum falciforme hepatis) teilt die Leber in zwei Bereiche: den linken und den rechten Leberlappen. Der obere Leberrand erstreckt sich von der rechten Körperflanke (rechter Leberlappen) bis vor den Magen (linker Leberlappen). Vom linken Leberlappen aus folgt der untere Leberrand dem Verlauf des rechten Rippenbogens. Am unteren Ende der Leber findet sich das runde Leberband (Ligamentum teres hepatis); es besteht aus Resten der Nabelvene – einem Gefäß, das während der Schwangerschaft sauerstoffreiches Blut vom Mutterkuchen (Plazenta) zum Kind führt.
Auf der Unterseite der Leber zum Darm hin findet sich die sogenannte Leberpforte. Sie bündelt mehrere Gefäße, die in die Leber hinein- und hinausführen:
Vor der Leberpforte erstreckt sich der viereckige Leberlappen, dahinter der geschwänzte Leberlappen. In einer Einbuchtung des rechten Leberlappens liegt die Gallenblase.
Die äußere Hülle der Leber, die Leberkapsel, grenzt das Organ zum restlichen Körper hin ab. Von außen ist die Leber von Bauchfell überzogen. Die Leber setzt sich zum Großteilaus einem schwammähnlichen Gerüst aus Bindegewebe zusammen. In ihm verlaufen die Blutgefäße der Leber.
Das Gewebe innerhalb der Leber ist in ein bis zwei Millimeter große sogenannte Leberläppchen unterteilt. Betrachtet man solch ein Leberläppchen im Querschnitt, hat es eine sechseckige Form, in deren Mitte eine Vene verläuft (Zentralvene). Die Leberläppchen sind von Bindegewebe umschlossen.
An den Stellen, an denen mehrere Leberläppchen aufeinandertreffen, verlaufen auch Äste der Pfortader, der Leberarterie und kleine Gallengänge. Man bezeichnet diese Struktur als periportales Feld oder Glisson-Dreieck.
Im Inneren des Läppchens gehen Leberepithelzellen (Hepatozyten) strahlenförmig von der Zentralvene nach außen ab. Zwischen den Ausläufern der Leberzellen liegen Haargefäße (Kapillaren): feinste Blutgefäße, die das Blut vom äußeren des Läppchens zur Zentralvene befördern. Diese Haargefäße nennt man Lebersinusoide. Die Wände der Haargefäße sind innen mit Fresszellen bedeckt, die das Immunsystem bei seiner Arbeit unterstützen. Sie heißen Kupffer-Sternzellen.
In den Leberläppchen befinden sich zwischen den Leberepithelzellen außerdem die Gallenkapillaren. Diese Gefäße leiten die Gallenflüssigkeit zum Äußeren der Leberläppchen, wo sie schließlich in die Gallengänge übergehen. Die Gallengänge vereinigen sich und führen die Gallenflüssigkeit erst über den Lebergang (Ductus hepaticus communis) und dann über den Gallenblasengang (Ductus cysticus) Richtung Gallenblase.
Finden Sie im Lexikon der Anatomie & Physiologie alles rund um die menschliche Anatomie – vom Aufbau der Extremitäten bis hin zu Herz-Kreislauf-, Nerven- und Immunsystem. mehr ...
Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.