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Insulin

Stand: 31. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Insulin trägt dazu bei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Das körpereigene Hormon sorgt unter anderem dafür, dass die Zellen über die Nahrung aufgenommenen Zucker (Glukose) möglichst schnell aufnehmen und in Energie umwandeln.

Ein Medizinglas, daneben eine Spritze.
Lebenswichtig: Produziert der Körper kein Insulin mehr, muss man es spritzen.

Damit die Körperzellen ihre tägliche Arbeit verrichten können, brauchen sie Energie – vor allem in Form von Glukose (Traubenzucker), die in Nahrungsmitteln enthalten ist. Glukose gelangt aus dem Darm ins Blut – doch damit sie von da aus in die jeweiligen Zellen gelangen kann, spielt Insulin eine entscheidende Rolle. Es sorgt unter anderem dafür, dass die Körperzellen die Glukose verwerten und somit Energie gewinnen können. Darüber hinaus spielt Insulin auch eine wichtige Rolle bei der Fettverbrennung und bei der Verarbeitung von Eiweißen. Zudem steigert es die Herzkraft, fördert die Zellteilung und das Zellwachstum.

Insulin ist ein lebensnotwendiges Hormon, das sich aus bestimmten Eiweißbausteinen (Aminosäuren) zusammensetzt. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet – genauer gesagt in den Betazellen der sogenannten langerhansschen Inseln (benannt nach ihrem Entdecker Paul Langerhans), welche inselartig in der gesamten Bauchspeicheldrüse verteilt sind. Die langerhansschen Inseln werden auch Langerhans-Inseln oder Inselzellen genannt. Insgesamt sind in der Bauchspeicheldrüse etwa 1,5 Millionen von ihnen zu finden. Die Inselzellen schütten nicht nur Insulin ins Blut aus, sondern auch die Hormone Glukagon und Somatostatin.

Wie wichtig Insulin für den menschlichen Körper ist, wird insbesondere in Bezug auf Diabetes mellitus deutlich: Bei dieser Stoffwechselerkrankung produziert die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) nicht mehr ausreichend Insulin oder es wirkt nicht mehr richtig an den Zellen (sog. Insulinresistenz). Glukose, die sich im Blut befindet, gelangt ohne Insulin jedoch nicht in ausreichender Menge in die Körperzellen – und diese können somit nicht genug Energie gewinnen.

Als Entdecker des Insulins Anfang der 1920er Jahre gelten Frederick Banting und Charles Best.

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