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Insulin

Der Schlüssel zur Energie

Autor: Onmeda-Redaktion

Ob Bewegungen, Gehirnleistung, Atmung oder Herzschlag: Täglich benötigt der menschliche Körper eine Menge Energie, um seine vielfältigen Funktionen aufrechterhalten zu können. Die nötige Energie liefern die Nährstoffe in der Nahrung. Besonders wichtige und schnelle Energielieferanten sind dabei Kohlenhydrate – sie kommen zum Beispiel in Kartoffeln, Brot, Gemüse, Reis oder Nudeln vor. Sie enthalten viel Glukose (Traubenzucker) beziehungsweise Stärke, die in Glukose umgewandelt werden kann. Jede Zelle braucht Glukose, um zu funktionieren.

Ein Ehepaar kommt vom Kanufahren.
Insulin trägt dazu bei, dass Glukose in Energie umgewandelt wird.

Damit Glukose, die aus der Nahrung stammt, verarbeitet und in den Zellen von Organen, Muskeln und Fettgeweben zur Verfügung stehen kann, benötigen die meisten Zellen Insulin. Insulin sorgt dafür, dass die Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangt und dort für die Energiegewinnung verwendet werden kann. Aber auch Aminosäuren und Fettsäuren werden mithilfe von Insulin leichter in die Zellen befördert.

Insulin sorgt dafür, dass lebenswichtige Glukose in die Körperzellen gelangt.

Nach einer Mahlzeit gerät der Zucker aus den Nahrungsmitteln über den Darm ins Blut – der Blutzuckerspiegel steigt. Dies führt dazu, dass die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) vermehrt Insulin ins Blut ausschütten. Aber auch bestimmte Hormone und Aminosäuren können bewirken, dass mehr Insulin produziert wird. Das Insulin dockt an bestimmten Rezeptoren an den Zellen an und bewirkt damit, dass die Zellmembran Glukose besser durchlässt. Das Insulin schließt die Zelle gewissermaßen auf und macht sie so durchlässig für den nötigen Zucker. Die Glukose gelangt also durch das Insulin leichter aus dem Blut in die Zelle – der Blutzuckerspiegel sinkt wieder. Bei niedrigem Blutzuckerspiegel produziert die Bauchspeicheldrüse entsprechend weniger Insulin.

Etwa eine Stunde nach einer Mahlzeit ist der Insulinausschuss am höchsten, nach zwei Stunden sind die Insulinwerte wieder auf Nüchternwerte gesunken. Pro Tag produziert die Bauchspeicheldrüse eines Erwachsenen etwa zwei Gramm Insulin.

Darüber hinaus schwankt die Menge des benötigten Insulins auch mit den Tageszeiten: Morgens braucht der Körper viel Insulin, um regelmäßig Glukose in die Zellen zu transportieren – denn der Körper benötigt tagsüber auch mehr Energie. Abends und nachts ist die Insulinausschüttung dagegen niedrig.

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