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Das Immunsystem stärken

Ernährung

Stand: 5. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Man sieht einen Apfel, beim die Schale herzförmig entfernt ist.

Mit einer gesunden Ernährung können Sie Ihr Immunsystem maßgeblich stärken. Fehlen bestimmte Nährstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Spurenelemente dauerhaft in der Nahrung, kann das Immunsystem nicht mehr genug leisten – das Risiko, einen Infekt zu bekommen, steigt. In Zeiten, in denen der Körper außergewöhnlich starken Belastungen ausgesetzt ist, benötigt er mehr solcher Nährstoffe.

Besonders wichtig für die Immunabwehr sind zum Beispiel diese Nährstoffe:

  • Eisen: Eisen unterstützt die sog. Fresszellen des Immunsystems dabei, Fremdstoffe und Krankheitserreger zu bekämpfen. Kleinkinder und Frauen benötigen häufig besonders viel Eisen (Wachstum, Schwangerschaft, Menstruation). Können sie nicht genug Eisen mit der Nahrung aufnehmen, entsteht leicht ein Eisenmangel. Symptome wie Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Blutarmut (Anämie) können die Folge sein. Zudem erhöht Eisenmangel das Risiko für Infekte.
  • Zink: Zink trägt zur Aktivierung der Fresszellen bei und unterstützt darüber hinaus die Produktion von Antikörpern. Ist zu wenig Zink im Körper vorhanden, heilen Wunden langsamer. Zudem ist die Immunabwehr weniger aktiv, sodass man länger unter einem Infekt leidet als gewöhnlich.
  • Selen: Auch Selen ist für das Immunsystem wichtig. Das Spurenelement unterstützt bestimmte Enzyme, die für den Abbau von sog. freien Radikalen notwendig sind. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, welche das Erbgut schädigen können.
  • Jod: Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone und spielt für viele Stoffwechselprozesse eine wichtige Rolle.

Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe

Vitamin C, Vitamin E, Vitamin A und sekundäre Pflanzenstoffe helfen dabei, freie Radikale abzuwehren. Darüber hinaus tragen vor allem die Vitamine C und E zur Aktivierung des Immunsystems bei und können in ausreichender Menge die Infektanfälligkeit des Körpers senken. Da sich die Vitamine untereinander in ihrer Funktion ergänzen, sollte man auf eine ausgewogene Aufnahme achten und eine einseitige Ernährung vermeiden.

Wichtig für das Immunsystem sind zum Beispiel:

  • Vitamin C: Vitamin C unterstützt unter anderem die Produktion von sog. Killerzellen im Immunsystem. Es ist außerdem für den Aufbau des Bindegewebe-Bausteins Kollagen notwendig, welches wiederum der Wundheilung dient. Vitamin C fängt zudem freie Radikale ab und unterstützt die Funktion von Vitamin E.
  • Vitamin E: Vitamin E steigert die Aktivität bestimmter Zellen des Immunsystems. Es kann freie Radikale abfangen und ist wichtig für Funktionen der Zellmembran, des Blutkreislaufs und des Eiweißstoffwechsels.
  • Vitamin A: Vitamin A unterstützt die Bildung von Immunabwehr-Zellen sowie die Produktion von Antikörpern.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole fangen freie Radikale ab.

Ballaststoffe für die Darmflora

Im Darm wird der Körper täglich nach der Nahrungsaufnahme mit zahlreichen Krankheitserregern und Fremdsubstanzen konfrontiert und muss für eine rasche Abwehr sorgen. Aus diesem Grund ist ein Teil des Immunsystems eng mit dem Darm verflochten. In der Darmwand finden sich zahlreiche Lymphknoten, sodass auf Erreger schnell und gezielt reagiert werden kann.

Wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern ist außerdem die Darmflora. Darunter versteht man verschiedene harmlosen Bakterien (z.B. Milchsäurebakterien), die vor allem den Dickdarm besiedeln. Sie verhindern, dass sich krankmachende Keime übermäßig vermehren und ausbreiten. Ist die normale Darmflora gestört, etwa nach der Einnahme von Antibiotika, kann es in der Folge zu Durchfallerkrankungen kommen.

Vor allem Ballaststoffe, die in Nahrungsmitteln wie Getreide, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse enthalten sind, unterstützen eine gesunde Darmflora. Joghurt, verschiedene Milchprodukte wie Buttermilch und Dickmilch, Sauerkraut und milchsauer eingelegte Gemüsesorten, aber auch Probiotika können das gesunde Wachstum der Milchsäurebakterien fördern.

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