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Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel
Zu den Hautanhangsgebilden zählen auch die Drüsen der Haut, wie Talg-, Schweiß-, und Duftdrüsen.
Talgdrüsen findet man vor allem in behaarten Hautregionen. Der Talg, den sie abgeben, hält Haut und Haare geschmeidig und gibt Haaren Glanz. Gleichzeitig dient Talg auch dem Schutz der Haut, indem er Teil des Säureschutzmantels ist. Bei Wärme produzieren die Talgdrüsen in der Regel mehr Talg beziehungsweise bei Kälte weniger, weshalb viele Menschen im Winter vermehrt mit trockener Haut zu kämpfen haben.
Kann der Talg nicht aus den Talgdrüsen abfließen, können sich sogenannte Mitesser bilden. Siedeln sich nun noch Bakterien in den Talgdrüsen an, können eine Entzündung und schließlich eine Akne entstehen.
Schweißdrüsen kommen fast in allen Hautbereichen vor, vor allem jedoch im Bereich der Stirn, Handflächen und Fußsohlen. Frei von Schweißdrüsen sind dagegen die Lippen und die Penisvorhaut. Insgesamt finden sich circa zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen in der Haut. Sie bilden den salzigen Schweiß, der zum einen der Temperaturregulation des Körpers dient und zum anderen zum Säureschutzmantel der Haut beiträgt.
Duftdrüsen sind nicht in allen Hautregionen vertreten. Man findet sie hauptsächlich in der Achselhöhle, im Genital- und Analbereich sowie bei Frauen im Warzenhof der Brustwarze. Duftdrüsen sind durch Sexualhormone gesteuert und nehmen ihre Tätigkeit erst mit Beginn der Pubertät auf.
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