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Stand: 10. Januar 2013Veröffentlicht von: Till Hansmeier
Die Gallenblase ähnelt einem birnenförmigen Sack, der sich unterhalb der Leber im rechten Oberbauch befindet. Die Gallenblase speichert die in der Leber gebildeten Gallensäfte – sie selbst produziert keine Flüssigkeit. Nach einer Mahlzeit gibt die Gallenblase die Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm ab.
Die Gallenflüssigkeit unterstützt mit ihren Inhaltsstoffen die Fettverdauung.
Einige Menschen bezeichnen fälschlicherweise die Gallenblase selbst als Galle. Unter Galle versteht man jedoch genaugenommen die Gallensäfte.
Die Leber bildet täglich etwa einen halben bis einen Liter gelbe Lebergalle, die in der Gallenblase zur grünlichen Blasengalle eingedickt wird.
Sobald man etwas gegessen hat, zieht sich die Gallenblase zusammen und drückt den Gallensaft über die Gallengänge in den Zwölffingerdarm. Die Gallenflüssigkeit zersetzt nach der Mahlzeit die Fette in der Nahrung zu kleinen Tröpfchen, damit fettspaltende Enzyme sie abbauen können.
Die Hauptbestandteile der Galle sind:
Die Gallenblase speichert die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit, dickt sie ein und gibt sie nach einer Mahlzeit in den Zwölffingerdarm ab. Die Gallenblase spielt eine wichtige Rolle in der Fettverdauung.
Da nicht die Gallenblase, sondern die Leber die Gallensäfte bildet, ist die Gallenblase nicht lebensnotwendig. Bei schmerzhaften Erkrankungen der Gallenblase – zum Beispiel bei immer wieder auftretenden Gallensteinen, wiederkehrenden Gallenkoliken oder bei einer Gallenblasenentzündung – ist eine Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) sinnvoll.
Es gibt zwei Arten von Operationen, um eine Gallenblase zu entfernen: die offene und die laparoskopische Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie). In den letzten Jahren hat die Laparoskopie, das heißt eine Bauchspiegelung mithilfe eines Endoskops, die offene Chirurgie weitestgehend abgelöst.
Um laparoskopisch die Gallenblase zu entfernen, ist kein großer Eingriff nötig (sog. Schlüssellochchirurgie). Der Operateur macht ober- oder unterhalb des Bauchnabels einen etwa zwei Zentimeter langen Hautschnitt, durch den er ein optisches Instrument (Laparoskop) in die Bauchhöhle vorschiebt. Anschließend setzt der Arzt drei kleine Schnitte entlang des rechten Rippenbogens, um mit weiteren chirurgischen Instrumenten (z.B. Clipzange und Schere) die Gallenblase entfernen zu können.
Nachdem Ärzte die Gallenblase entfernt haben, fehlt das Speicherorgan für die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit. Dadurch fließt ständig etwas Gallenflüssigkeit von der Leber in den Darm. Größere Mengen Galle können danach jedoch nicht mehr in den Darm abgegeben werden. Deshalb sollten Betroffene nach einer Cholezystektomie fettreiche Mahlzeiten meiden, um Fettverdauungsproblemen vorzubeugen.
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