Blutgruppen: Rhesus-System

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. November 2012)

Das AB0-System ist aber nicht das einzige Schema, nach dem sich die Blutgruppen einteilen lassen: Das sogenannte Rhesus-System ist ebenfalls von großer Bedeutung.

Das Rhesus-System stammt aus dem Jahr 1940 und ebenfalls von Karl Landsteiner, der bereits 1930 für die Entdeckung der menschlichen Blutgruppen den Nobelpreis für Physiologie erhielt. Zum Rhesus-System gehören mehrere Antigene, sogenannte Rhesusfaktoren (Rh-Faktoren), die auf den Erythrozyten vorkommen. Beim Menschen gibt es die Rhesusfaktoren C, D, E und c, d, e. Auch im Rhesus-System kann es zu Unverträglichkeiten zwischen den Blutgruppen zweier Individuen mit verschiedenen Rh-Faktoren kommen. Diese sind wie beim AB0-System für Bluttransfusionen und in der Geburtshilfe (z. B. beim Morbus haemolyticus fetalis sive neonatorum) von besonderer Bedeutung.