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Blutbestandteile: Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. November 2012)

Weiße Blutkörperchen (medizinisch: Leukozyten) enthalten keinen roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und heben sich – unter dem Mikroskop betrachtet – deshalb von den Erythrozyten als farblose (weiße) Blutzellen ab. Weiße Blutkörperchen unterteilt man in Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Granulozyten und Monozyten entstehen im Knochenmark, während die Lymphozyten auch in den Organen und Geweben des sogenannten lymphatischen Systems (Milz, Lymphknoten, Thymus) gebildet werden. Die Größe der Leukozyten liegt zwischen 7 Mikrometern (Lymphozyten) und 20 Mikrometern (Monozyten).

Da weiße Blutkörperchen kein Hämoglobin enthalten, sind sie am Sauerstoff-Transport im Blut nicht beteiligt. Leukozyten sind dagegen ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Immunsystems; ihre Hauptaufgabe besteht in einer Art "Polizeifunktion": Die weißen Blutzellen sind in der Lage, Krankheitserreger anhand ihrer Stoffwechselprodukte aufzuspüren (Chemotaxis), und aufgrund ihrer Eigenbeweglichkeit die Blutgefäße (Adern) durch Spalten in den Gefäßwänden zu verlassen (Diapedese). Die Leukozyten nehmen die Krankheitserreger dann auf, zerstören und verdauen sie (Phagozytose). Daher rührt auch ihre Bezeichnung als Fresszellen.

Normalwerte: 4.800 bis 10.000 pro ein Mikroliter Blut

Blutplättchen (Thrombozyten)

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Blutplättchen sind Blutbestandteile in Form von dünnen, farblosen Scheibchen mit einem Durchmesser von etwa drei Mikrometern. Sie entstehen im Knochenmark aus sogenannten Knochenmarksriesenzellen (Megakaryozyten). Die Thrombozyten sind hauptsächlich unterstützend für die Blutgerinnung verantwortlich.

Normalwerte: 150.000 bis 400.000 pro 1 µl Blut

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