Tumor: Was ist ein gutartiger Tumor?

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. Juni 2016)

Ein gutartiger (sog. benigner) Tumor bedeutet, dass keine Krebserkrankung vorliegt. Anders als beim bösartigen Tumor bildet ein gutartiger Tumor keine Tochtergeschwulste (Metastasen) und zeichnet sich durch weitere Eigenschaften aus, die ihn von Krebstumoren abgrenzen.

Ein gutartiger Tumor besteht aus Zellen, die dem Erscheinungsbild von gesunden Zellen ähneln – man spricht auch von hoch differenzierten Zellen. Er grenzt sich meist klar vom umliegenden Gewebe ab. Durch diese Eigenschaft ein gutartiger Tumor leichter entfernt werden. Im Gegensatz zum gutartigen Tumor wächst ein bösartiger Tumor in gesundes Gewebe ein.

Ein gutartiger Tumor bleibt oft lange Zeit unbemerkt – manchmal kommt er erst im Rahmen einer Routine-Untersuchung zum Vorschein. Gutartige Tumoren wachsen häufig eher langsam, verdrängen aber nach und nach das umliegende Gewebe.

Auch wenn ein gutartiger Tumor kein Krebs ist, kann es dennoch erforderlich sein, ihn zu entfernen. Wenn ein gutartiger Tumor beispielsweise auf ein lebenswichtiges Organ drückt, kann dies zu Beschwerden führen. In manchen Fällen kann dies gefährlich werden – etwa, wenn ein gutartiger Gehirntumor auf Bereiche im Hirn drückt, zum Beispiel ein Meningeom. Dann muss der Chirurg die Geschwulst herausoperieren.