Tumor: Einteilung von Tumoren

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. Juni 2016)

Sowohl gutartige als auch bösartige Tumoren können sich aus unterschiedlichen Gewebetypen entwickeln, so etwa aus Drüsengewebe, aus Muskelgewebe oder aus Fettzellen. Darüber hinaus gibt es sogenannte Mischtumoren, die von verschiedenen Gewebearten ausgehen.

Tumor ist nicht gleich Tumor: Je nachdem, welches Gewebe die Grundlage für den Tumor bildet, können sehr unterschiedliche Krankheitsbilder und -entwicklungen die Folge sein – und auch die Therapie hängt wesentlich davon ab, aus welchen Zellen der Tumor besteht.

Tumortypen: Beispiele

UrsprungszellenName gutartiger TumorenName bösartiger Tumoren
Drüsenzellen Adenom, Papillom Karzinom
Fettzellen Lipom Liposarkom
Embyronale Zellen (entstehen im Rahmen der Organ- und Gewebeentwicklung) Blastom
Zellen aus Bindegewebe
Fibrom Fibrosarkom
Knochengewebe Osteom Osteosarkom
Blutgefäße Hämangion Hämangiosarkom
Hirnhautzellen Meningeom Meningeosarkom
Zellen der glatten Muskulatur, z.B. im Magen-Darm-Trakt Leiomyom Leiomyosarkom
Zellen der quergestreiften Muskulatur (Skelettmuskulatur) Rhabdomyom Rhabdomyosarkom
Knorpelzellen Chondrom Chondrosarkom
Lymphgefäße Lymphangiom Lymphangiosarkom
Melanozyten (Pigmentzellen) Naevuszell-Naevus Malignes Melanom
Lymphatisches Gewebe Maligne Lymphome, lymphatische Leukämie