Nach dem Krebs

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (30. September 2010)

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Nach dem Krebs ist alles anders. Der Krebs ist endlich überstanden, die Therapien sind abgeschlossen, doch was nun? Oft ist die positive Nachricht, dass die Behandlung abgeschlossen ist, für Krebs-Patienten dennoch in gewisser Weise eine Art Schock.

Es ist manchmal gar nicht so einfach, mit der doch eigentlich großartigen Nachricht umzugehen. Über einen langen Zeitraum war man ganz auf den Kampf gegen den Krebs eingestellt. Der Alltag wurde zwangsläufig darauf ausgerichtet und alle Energien wurden auf die Gesundung verwendet.

Wie Betroffene nach dem Krebs mit dem Erlebten umgehen, ist ganz unterschiedlich und hängt sicherlich auch von der Art der Krebserkrankung sowie der Dauer und Form der Behandlung ab. Einige möchten diese Lebensphase voller Unsicherheit am liebsten für immer hinter sich lassen und sich nicht mehr damit beschäftigen. Das alte Leben soll wieder fortgesetzt und das Leben mit dem Partner oder Familie weitergeführt werden. Andere möchten sich vielleicht erst einmal zurückziehen, sich auf sich selbst besinnen und das Erlebte verarbeiten.

Die Krebs-Nachsorge und Betreuung nach dem Krebs ist deswegen mindestens genauso wichtig wie die Behandlung selbst – auch wenn das bedeutet, dass man sich gezwungenermaßen immer wieder mit dem Krebs auseinandersetzt. Die in regelmäßigen Abständen durchgeführten Kontrolluntersuchungen sollen sicherstellen, dass der Krebs nicht unbemerkt erneut auftritt und im Fall der Fälle schnell gehandelt werden kann. Anschlussheilbehandlungen und andere Reha-Maßnahmen können dabei helfen, sich möglichst rasch wieder im Alltag zurechtzufinden.

Eine junge Frau sitzt vor ihrer Haustür. © Jupiterimages/Comstock Images

Mit einer überstandenen Krebserkrankung geht jeder Mensch anders um.