Zecken: Zecken als Krankheitsüberträger

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Juni 2016)

Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Erkrankung. Krankheitserreger sind Bakterien, die sogenannten Borrelien. Das Risiko zu erkranken variiert regional und ist auch nach einem Zeckenstich eher gering – bei etwa 1,5 bis 6 Prozent der in Deutschland von einem infizierten Zeckenstich Betroffenen kommt es zu einer Infektion. Da sich die Bakterien sehr langsam vermehren, verläuft die Borreliose schleichend in mehreren Phasen.

Als Multisystemerkrankung, die überwiegend die Haut, aber auch andere Organe befällt, ist das Erscheinungsbild der Borreliose variabel. Als ein typisches Zeichen tritt bald nach der Infektion eine etwa handtellergroße Rötung mit Randbetonung im Bereich der Stichstelle auf, das Erythema chronicum migrans (ECM). In der Folge kann es nach Wochen, Monaten oder Jahren zur Beteiligung anderer Organe (Gelenke, Nerven, Hirnhäute, Herz, Auge, Haut) kommen.

Der Verlauf der Borreliose ist bei frühzeitiger Therapie gutartig, kann jedoch auch chronischen Charakter bekommen. Unbehandelt oder bei inkonsequenter Behandlung kann es zu Spätfolgen kommen. Die Diagnose wird durch Krankengeschichte, das typische ECM und eine Blutuntersuchung mit Antikörperbestimmung gestellt. Die Behandlung erfolgt durch Verabreichung eines Antibiotikums. Eine Schutzimpfung ist nicht möglich.