Staphylococcus aureus: SSSS (Staphylokokken-Schälsyndrom) & Lebensmittelvergiftung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (14. Mai 2014)

SSSS (Staphylokokken-Schälsyndrom, Staphylococcal Scalded-Skin-Syndrom)

Manche Stämme von Staphylococcus aureus (etwa 5%) bilden spezielle Giftstoffe (die Toxine ETA, ETB, ETC), die zum Staphylokokken-Schälsyndrom (Staphylococcal Scalded-Skin-Syndrom, SSSS) führen können. Diese Erkrankung tritt vor allem bei Säuglingen, aber auch bei älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf.

In der Regel entwickelt sich das Staphylococcal Scalded-Skin-Syndrom als Folge einer Entzündung des Ohrs, einer Rachenentzündung oder auch einer Bindehautentzündung, die durch entsprechende Staphylococcus-aureus-Stämme ausgelöst wurde. Binnen ein bis zwei Tagen bilden sich bei den Erkrankten unter der Haut Blasen, die später aufplatzen. Dabei schält sich an den betroffenen Stellen die Haut ab.

Lebensmittelvergiftung durch Staphylokokken

Sind Lebensmittel mit Staphylococcus-aureus-Stämmen verunreinigt, die sogenannte Enterotoxine (vor allem Enterotoxin B) absondern, kann es beim Betroffenen durch den Verzehr innerhalb von kurzer Zeit zu einer Lebensmittelvergiftung kommen. Enterotoxine werden von etwa 5 Prozent aller Staphylococcus-aureus-Stämme gebildet.

Schon nach ein bis sechs Stunden treten Symptome auf wie:

In den meisten Fällen hören die Beschwerden innerhalb eines Tages von selbst auf.