Sporothrix schenckii

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. November 2016)

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Die Pilzart Sporothrix schenckii ist auf der ganzen Welt verbreitet und lebt hauptsächlich auf Holz und Pflanzen.

Kleine Hautverletzungen können zu einer Infektion mit dem Pilz und dadurch zu einer Erkrankung führen: der sogenannten Sporotrichose. Ohne Behandlung verläuft diese oft langwierig. Zu Infektionen kommt es hauptsächlich in subtropischen und tropischen Regionen. Daneben gibt es vereinzelt auch Fälle von Sporotrichose in Südfrankreich und Spanien. In Westeuropa verursacht die Pilzart ansonsten kaum Erkrankungen

Steckbrief Sporothrix schenckii
Sporothrix schenckii zählt zu den sogenannten dimorphen Pilzen. Das heißt, er wächst je nach Temperatur in zwei verschiedenen Formen (griech. dimorph = zweigestaltig). Bei 25 bis 30 Grad Celsius wächst Sporothrix schenckii als eine Art fädiges Pilzgeflecht (Pilzmyzel). Bei 35 bis 37 Grad Celsius, also etwa bei Körpertemperatur, wächst der Pilz dagegen in Form von rundlichen Hefezellen (Sprosszellen).

Man sieht eine Aufnahme der Pilzart Sporothrix schenckii. © CDC

Man sieht fadenförmige Zellen (Hyphen) der Pilzart Sporothrix schenkii mit kugeligen Sporen (Konidien).

Sporotrichose

Über kleine Hautverletzungen, zum Beispiel durch Holzsplitter oder Dornen, kann Sporothrix schenckii in den Körper gelangen und dort zur Sporotrichose führen. Medizinisch gesehen zählt die Sporotrichose zu den sogenannten Verletzungsmykosen, also Pilzerkrankungen infolge von Verletzungen.

Einige Wochen nach der Infektion bildet sich unter der Haut (subkutan) ein Knoten, aus dem sich schließlich ein Geschwür entwickelt. Über Fisteln kann sich Sporothrix schenckii in benachbarte Gewebe und in das Lymphsystem ausbreiten. Auf diese Weise bilden sich den Lymphbahnen folgend kettenartig weitere Geschwüre. Über die Blut- und Lymphbahn kann Sporothrix schenckii auch auf andere Organe übergehen.

Betrifft die Infektion mit Sporothrix schenckii ausschließlich die Haut (sog. kutane Sporotrichose), verläuft diese unbehandelt meist langwierig und heilt in der Regel nicht von selbst aus. Hat sich der Pilz über die Blutbahn auch auf andere Organe ausgebreitet, sprechen Mediziner von extrakutaner Sporotrichose. Häufig sind hiervon Knochen und Gelenke betroffen.

Therapie

Die Therapie der kutanen Sporotrichose erfolgt meist über mehrere Monate mit Kaliumjodid oder Itraconazol. Handelt es sich um eine extrakutane Sporotrichose, lässt sich die Erkrankung mit Amphotericin B behandeln. In seltenen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein.

Vorbeugen

Bisher gibt es keine speziellen Maßnahmen, mit denen man einer Infektion durch Sporothrix schenckii vorbeugen könnte.