Shigella: Krankheiten

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (08. September 2011)

Bakterien der Gattung Shigella lösen im Körper des Menschen die sogenannte bakterielle Ruhr (Bakterienruhr, Shigellose) aus. Die bakterielle Ruhr sollte in jedem Fall behandelt werden.

Die vier Arten der Bakterien-Gattung Shigella kommen nur im Stuhl von Menschen vor und werden durch schlechte hygienische Bedingungen über Schmierinfektionen übertragen. Etwa zwölf Stunden bis vier Tage nach der Aufnahme von Shigellen kann es zum Ausbruch der bakteriellen Ruhr kommen. Dabei reichen 10 bis 200 Bakterien aus, um eine Erkrankung auszulösen.

Die bakterielle Ruhr geht mit plötzlich einsetzendem, schmerzhaftem Stuhlzwang (Tenesmen) und wässrigem Durchfall einher, zudem kann Fieber auftreten. Es können Darmblutungen oder sogar Risse im Darm (Darmperforationen) entstehen. Die Erkrankung dauert zwischen einem Tag und einem Monat, meist jedoch etwa einige Tage.

Eine Shigellose behandelt der Arzt in der Regel mit Antibiotika. Wenn der Betroffene durch den Durchfall viel Flüssigkeit verloren hat – dies kann insbesondere bei Kleinkindern lebensbedrohlich sein – muss der Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt durch Infusionen wieder ausgeglichen werden. Besonders schwere Fälle von Shigellose werden meist durch die toxinbildende Shigella-Art Shigella dystenteriae ausgelöst.