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RNA-Viren

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (26. August 2011)

© Jupiterimages/iStockphoto

Viren unterscheiden sich in verschiedenen Faktoren – einer davon ist die Form, in der das Erbgut, also die genetische Information vorliegt. Bei RNA-Viren besteht das Erbgut, wie der Name schon sagt, aus RNA – der Ribonukleinsäure.

Die RNA eines Virus enthält alle genetischen Informationen, die das Virus braucht um sich in Wirtszellen zu vermehren. Die RNA liegt entweder als Doppelstrang oder als Einzelstrang vor.

Wie bei DNA-Viren wird das Erbgut bei den RNA-Viren schützend von einer Struktur umlagert: dem Kapsid. Dieses Kapsid kann unterschiedlichen Formen haben. Man findet Kapside mit einer:


  • kubischen Symmetrie: vielflächiger Würfel, z.B. Ikosaeder (Zwanzigflächner)
  • komplexen Symmetrie: Kapside mit regelmäßiger Form, aber ohne eindeutige Symmetrie

Bei manchen RNA-Viren ist das Kapsid außerdem zusätzlich von einer Hülle umgeben. Die Symmetrie des Kapsids sowie das Vorhandensein oder Fehlen einer Hülle dienen als weitere Kriterien, mit denen man die RNA-Viren einteilen kann.

Zu den RNA-Viren zählen mehrere Virusfamilien. Zu den wichtigsten RNA-Viren, die auch beim Menschen Erkrankungen hervorrufen, gehören unter anderem:

Das Erbgut von RNA-Viren ist bedingt durch die Unterschiede in der chemischen Struktur nicht ganz so stabil, wie das Erbgut von DNA-Viren. Bei RNA-Viren sind deshalb Veränderungen im Erbgut (Mutationen) etwas häufiger zu finden als bei DNA-Viren.

Um sich in einer Wirtszelle zu vermehren nutzen RNA-Viren genauso wie die DNA-Viren die Zellmaschinerie der befallenen Zelle aus und zwingen sie förmlich, neue Viruspartikel herzustellen.


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