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Plasmodium

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (05. September 2012)

© Jupiterimages/iStockphoto

Erreger der Gattung Plasmodium sind einzellige Parasiten, die über weibliche Anopheles-Stechmücken auf den Menschen übertragen werden und Malaria verursachen. Plasmodien zählen zu den Urtierchen (Protozoen).

Es gibt verschiedene Arten der Gattung Plasmodium. Für den Menschen sind vier Arten relevant, die unterschiedliche Malariaformen auslösen: die Arten

  • Plasmodium falciparum,
  • Plasmodium vivax,
  • Plasmodium ovale und
  • Plasmodium malariae.

Plasmodium falciparum und Plasmodium vivax sind am weitesten verbreitet.

Plasmodienart Malariaform
Plasmodium falciparum Malaria tropica
Plasmodium vivaxMalaria tertiana
Plasmodium ovaleMalaria tertiana
Plasmodium malariaeMalaria quartana

In Südostasien kommt darüber hinaus die Art Plasmodium knowlesi vor.

Das Aussehen der Plasmodien variiert je nachdem, um welche Art es sich handelt und in welchem Entwicklungsstadium sich die Plasmodien gerade befinden. Erreger der Gattung Plasmodium durchlaufen einen zweiteiligen Entwicklungszyklus – ein Teil findet im Menschen und einer in der Mücke statt. Die weibliche Anophelesmücke nimmt den Parasiten über infiziertes Blut eines Menschen auf. Die Plasmodien entwickeln sich dort weiter, bis die Mücke diese anschließend wieder an einen anderen Menschen weitergibt und so bei diesem Malaria auslöst. Die Plasmodiumarten Plasmodium ovale und Plasmodium vivax können in einer Art Ruhezustand jahrelang im Körper verweilen und immer wieder Malariaschübe verursachen.

Malaria ist eine Tropenkrankheit, die sich durch grippeähnliche Symptome und Fieberschübe auszeichnet. Besonders schwer verläuft die Malaria tropica, die durch Plasmodium falciparum ausgelöst wird. Diese Form der Malaria kann mit schwerwiegenden Komplikationen einhergehen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Die Formen Malaria tertiana und Malaria quartana nehmen dagegen eher einen milderen Verlauf. In seltenen Fällen können Plasmodien auch durch Transfusionen, Transplantationen, Injektionen oder vor der Geburt übertragen werden.

Malaria ist in fast allen tropischen und in vielen subtropischen Ländern verbreitet. In Europa, Nordamerika und Australien kommt die Erkrankung nicht mehr vor. Vorbeugen können Sie am besten, wenn Sie sich ausreichend vor Mücken schützen! Eine Impfung gegen Malaria gibt es bislang nicht.


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