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Pilze (Fungi)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (20. Februar 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Das Reich der Pilze (Fungi) ist sehr umfangreich: Es besteht aus etwa einer Millionen Arten. Pilze machen über ein Drittel (ca. 40%) der Biomasse der Erde aus. Sie kommen überall auf der Welt vor und sind auch an extremen Standorten wie dem antarktischen Eis oder in der Wüste auf Steinflächen zu finden.

Im Vergleich zu der recht großen Artenzahl des Pilzreiches haben nur relativ wenige Pilz-Arten letztlich eine Bedeutung für die Gesundheit des Menschen: Rund 50 Arten können beim Menschen Pilzerkrankungen (sog. Mykosen) wie Hautpilz (z.B. Fußpilz) und Nagelpilz auslösen. Circa 300 weitere Arten können problematisch für Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem sein.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts nutzt man Pilze auch für medizinische Zwecke, zum Beispiel zur Herstellung von Antibiotika wie Penicillin. Pilze spielen außerdem in vielen Bereichen der Lebensmittelindustrie eine wichtige Rolle, unter anderem:

  • als Speisepilze
  • bei der alkoholischen Gärung
  • bei der Käseherstellung
  • für Sauerteig
  • bei manchen ostasiatischen Lebensmittel (wie z.B. Sojasoße, Koji, Sufu, Tempeh)

Biotechnologisch kommen Pilze beispielsweise in diesen Bereichen zum Einsatz:

  • bei der Klärung von Obst- und Gemüsesäften
  • bei der Produktion von Vitaminen
  • als Biosensoren in Kläranlagen
  • in der Pharmakaherstellung

Die meisten Pilze sind mikroskopisch klein und ohne Hilfsmittel für das menschliche Auge unsichtbar. Bei Großpilzen wie zum Beispiel den Waldpilzen sieht man im Grunde nur den Fruchtkörper, während sich unterirdisch der eigentliche und größere Anteil des Pilzes befindet.

Pilze bilden neben Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Reich. Aufgrund ihrer genetischen und physiologischen Eigenschaften stehen sie jedoch den Tieren verwandtschaftlich wesentlich näher als den Pflanzen.


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