Pilze (Fungi): Vermehrung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Februar 2013)

Pilze (Fungi) können sich sowohl ungeschlechtlich (asexuell) als auch geschlechtlich (sexuell) vermehren.

Ungeschlechtliche (asexuelle) Vermehrung

Bei Pilzen ist eine ungeschlechtliche (asexuell, vegetative) Vermehrung sehr häufig. Die Vermehrung erfolgt hierbei nicht durch die Ausbildung von Geschlechtszellen, sondern durch die Entstehung verschiedener Typen von Sporen:

  • Konidiosporen: Durch Abschnürung an der Spitze bestimmter Pilz-Hyphen bilden sich so genannte Konidiophoren, aus denen später die Konidiosporen freigesetzt werden.
  • Sporangiosporen: In besonderen Hyphen, den Sporangiophoren, bilden sich sackartige Fruchtbehälter, in deren Inneren die Sporangiosporen entstehen
  • Arthrosporen: Arthrosporen entstehen durch das Zerbrechen von Hyphen in Einzelzellen.
  • Chlamydosporen: Chlamydosporen entwickeln sich sowohl innerhalb der Hyphen als auch durch sogenannte Sprossung.

Geschlechtliche (sexuelle) Vermehrung

Bei der geschlechtlichen (sexuellen) Vermehrung bilden die Pilze zunächst Geschlechtszellen, sogenannte Gameten. Diese entstehen durch die Reduktions- oder Reifeteilung (Meiose) und enthalten einen einfachen (haploiden) Chromosomensatz.

Bei der Verschmelzung zweier Gameten bildet sich wieder eine Zelle mit einem doppelten (diploiden) Chromosomensatz. Diese nennt man Zygote oder sexuelle Spore. Bei der geschlechtlichen Vermehrung kommt es zu einer Neukombination des elterlichen Erbguts.