Phialophora verrucosa

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Mai 2016)

© CDC

Die Schimmelpilzart Phialophora verrucosa gehört zu den sogenannten Schwärzepilzen und zählt neben Cladosporium carrionii und Fonsecaea pedrosoi mit zu den häufigsten Erregern der Chromomykose.

Phialophora verrucosa kommt natürlicherweise im Boden oder auf absterbenden Pflanzen in tropischen oder subtropischen Gebieten vor. Die Pilzsporen können über Hautverletzungen in den Körper gelangen und so in seltenen Fällen zu Erkrankungen führen.

Chromomykose

Symptome

Bei einer Chromomykose kommt es anfangs zu Beschwerden wie einzelnen, mit Schwellung und Rötung einhergehenden Hautknötchen, die häufig auch jucken. Durch Kratzen kann der Erreger Phialophora verrucosa auf umliegende Hautbereiche verbreitet werden. Einige Wochen bis Jahre später bilden sich körnige, geschwür- und warzenartige Hautveränderungen. Diese treten vor allem an den Beinen auf, können sich aber auch an den Armen entwickeln.

Mikroskopische Aufnahme von Phialophora verrucosa. © CDC

Mikroskopische Aufnahme von Phialophora verrucosa. Im mittleren Bildteil erkennt man zwei kolbenförmige Sporenbehälter des Pilzes.

Therapie

Zu Beginn einer Chromomykose lassen sich betroffene Hautregionen operativ entfernen. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten und die Haut in größerem Maß geschädigt, ist zum Beispiel eine Behandlung mit dem Wirkstoff Itraconazol möglich, unter Umständen auch kombiniert mit dem Wirkstoff Flucytosin.

Vorbeugen

Bisher sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen man einer Infektion durch Phialophora verrucosa direkt vorbeugen könnte.