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Parasiten

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (06. Juli 2011)

© Jupiterimages/iStockphoto

Parasiten sind Organismen, die sich vorübergehend oder andauernd in oder auf einem anderen Lebewesen – dem Wirt – befinden. Parasiten können beim Menschen unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen oder Krankheitserreger wie Viren und Bakterien übertragen.

Parasiten leben auf Kosten des Wirts, denn sie entziehen ihm in der Regel Nahrung, die er zum Überleben benötigt. Das Wort Parasit macht diese Eigenschaft deutlich: Es leitet sich vom griechischen Wort parasitos ab und bedeutet Mitesser oder Schmarotzer. Durch das Agieren im Wirt verliert dieser an Vitalität und Lebenserwartung.

Es gibt viele unterschiedliche Parasiten, die den Menschen befallen können. Grob kann man drei Gruppen unterscheiden:

Ein Parasit kann sich in unterschiedlichen Bereichen des Körpers ansiedeln:

  • Auf der Körperoberfläche: Diese Parasiten werden als Ektoparasiten (Außenparasiten) bezeichnet. Beispiele sind Milben, Zecken, Läuse, Flöhe, Wanzen oder Mücken. Die Parasiten können selbst Krankheiten verursachen oder aber auch Infektionserreger in sich tragen, die sie auf den Menschen übertragen.
  • Innerhalb des Körpers: Die sogenannten Endoparasiten (Innenparasiten) – zum Beispiel Würmer – halten sich im Darm, im Blut oder im Gewebe des Wirts auf.

Parasiten können sich sehr gut an unterschiedliche Wirts- und Umweltbedingungen anpassen und so überleben. In der Regel ist der Wirt größer als der Parasit selbst. Dabei unterscheidet man den Zwischenwirt, in oder auf dem sich der Parasit nur ungeschlechtlich (asexuell) oder gar nicht vermehrt und den Endwirt (definitiver Wirt), in oder auf dem es zur geschlechtlichen (sexuellen) Vermehrung des Parasiten kommt.

Manche Parasiten verbringen ihr Leben lang in oder auf dem Wirt. Man spricht dann auch von stationären Parasiten. Durch verschiedene Mechanismen schaffen sie es, im Körper des Wirts zu bleiben: So umgeben sich sie beispielsweise mit Antigenen des Wirts, sodass das Immunsystem den Parasiten nicht als Fremdkörper erkennt. Temporäre Parasiten dagegen halten sich nur für kurze Zeit im Wirt auf – etwa, um sich zu ernähren. Anschließend verlassen sie den Wirt wieder.

Parasiten sind auf der ganzen Welt verbreitet, kommen aber von Norden nach Süden häufiger vor. In den tropischen und subtropischen Klimazonen gibt es eine deutlich größere Menge und Artenvielfalt an Parasiten. Ursachen dafür sind zum Beispiel zum einen die für Parasiten günstigeren Temperaturen, zum anderen die schlechteren sozialen Bedingungen, die häufig auch eine mangelnde Hygiene und Gesundheitsvorsorge mit sich bringen.


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