Paragonimus (Lungenegel)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. März 2013)

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Der Paragonimus (Lungenegel) gehört zu den Saugwürmern (Trematoden) und kommt hauptsächlich in Ost- und Südostasien vor, aber auch in Afrika und Südamerika. Die dickleibigen, kaffeebohnenförmigen Tremoden verfügen über einen Mund- und einen Bauchsaugnapf und befallen bei Menschen und fleischfressenden Tieren die Lunge.

Zur Gattung Paragonimus gehören mindestens neun verschiedene Arten, die für den Menschen krankheitserregend sind. Am häufigsten kommt es durch die Lungenegel-Art Paragonimus westermani beim Menschen zu Erkrankungen (Paragonimose). Der Lungenegel benötigt für seine Entwicklung zwei Zwischenwirte: Zunächst suchen die Paragonimus-Larven Süßwasserschnecken als ersten Zwischenwirt auf, danach besiedeln sie Süßwasserkrabben und Krebse als zweiten Zwischenwirt, um sich weiterzuentwickeln. Endwirte sind fleischfressende Tiere (Karnivoren) und der Mensch.

Der Mensch kann sich mit dem Parasiten vor allem durch den Verzehr roher beziehungsweise ungenügend gegarter Süßwasserkrabben und Krebse infizieren, die den Paragonimus-Larven als Zwischenwirt dienen. Die im Darm freigesetzten Larven gelangen von dort aus primär in die Lunge, aber auch in andere Organe.

Wenn die Lunge vom Paragonimus befallen ist, kommt es zu Symptomen wie Nachtschweiß und dem Aushusten von bluthaltigem Sekret (Hämaptoe). Außerdem kann es zu einer Brustfellentzündung (Pleuritis), einer Bronchopneumonie und krankhaften Ausweitungen in der Lunge (Bronchiektasen) kommen.

Befindet sich der Paragonimus im Darmtrakt ,äußert sich dies unspezifisch mit Durchfall und schmerzhaftem Stuhldrang. Ist das zentrale Nervensystem betroffen, können Enzephalitis (Entzündung des Gehirns), Meningitis (Hirnhautentzündung) oder epileptische Anfälle die Folge sein. Unter der Haut sind mitunter knötchenförmige Gewebeneubildungen zu sehen. Bei Beteiligung des Herzens kann eine Infektion mit dem Lungenegel tödlich enden.

Die Eier, die in der Lunge des Endwirtes angesiedelten Parasiten verbreiten sich über den Luftweg und den Verdauungstrakt in die Umwelt. Im Wasser schlüpfen aus den Eiern Larven, die dann eine Wasserschnecke als ersten Zwischenwirt befallen.

Die sicherste Methode, einem Lungenegel Paragonismus, ist auf den Verzehr von rohem Krebsfleisch und ungenügend gegarten Krabben zu verzichten.