Nosokomiale Infektion (Krankenhausinfektion): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (07. März 2014)

Um das Risiko für nosokomiale Infektionen zu senken, sollten Krankenhäuser und ähnliche Pflegeeinrichtungen verschiedenen Faktoren besondere Aufmerksamkeit schenken, wie zum Beispiel, dass:

  • Keime nicht von einem Patienten auf den nächsten übertragen werden.
  • körpereigene Keime des Patienten nicht in andere Körperregionen (z.B. die Harnblase) verschleppt werden, in denen sie Erkrankungen auslösen können.
  • das Immunsystem des Patienten nicht unnötig geschwächt wird.

Das lässt sich in der Regel bereits mit einfachen Mitteln erreichen, indem man etwa verstärkt darauf achtet, dass:

  • das medizinische Personal sich immer wieder die Hände gründlich wäscht und desinfiziert. Diese simple Maßnahme spielt die wichtigste Rolle beim Schutz vor nosokomialen Infektionen.
  • Krankhausräumlichkeiten gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
  • medizinische Utensilien (z.B. Katheter, Schläuche) und Instrumente (z.B. Skalpell, Klemmen) gründlich gereinigt und sterilisiert werden.
Das Bild zeigt zwei Hände unter dem Wasserhahn. © Jupiterimages/Polka Dot Images

Eine der wichtigsten Maßnahmen, um nosokomialen Infektionen vorzubeugen: Hände waschen.

Außerdem ist zu empfehlen, dass

  • das Krankenhauspersonal alle notwendigen Schutzimpfungen erhalten hat.
  • man Patienten mit ansteckenden Erkrankungen von anderen isoliert unterbringt.
  • Antibiotika nur dann verschrieben werden, wenn sie auch wirklich notwendig sind, um die Entstehung resistenter Erreger zu vermeiden.
  • Systeme zur Wasser- und Luftversorgung des Krankenhauses den Schutz vor Infektionsausbreitungen unterstützen und regelmäßig gewartet werden.