Leishmania donovani

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion

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Durch den Stich der Mückenweibchen die zur Gattung Phlebotomus (Alte Welt) gehören gelangt die promastigote Erregerform in die Blutbahn.

Im Verdauungstrakt der Mücken erfolgte zuvor die extrazelluläre Vermehrung, der eine Umwandlung von der amastigoiden Form in die promastogoide Form vorausgegangen war.Die Parasiten vermehren sich auch in der amastigoiden Form in den Zellen des retikulohistiozytären Systems des infizierten Patienten. Die Fähigkeit dieser Zellen Erreger "aufzufressen" wir durch die Parasiten unterbunden. Die nach dem Tod der Wirtszelle freigesetzten Leishmanien werden von anderen Makrophagen aufgenommen. Durch diesen Mechanismus erfolgt die Verbreitung von Zelle zu Zelle.

Erkrankung

Viszerale Leishmaniose, Kala-Azar,

Verbreitung

Bevorzugt warme und trockene Gebiete in Mittel- und Südamerika, Europa, Afrika, Asien.

Klinik

Durch den Leishmanienbefall wird die Makrophagenbildung angeregt. Leber und Milz schwellen an und im Knochenmark wird das blutbildende Mark verdrängt. Daraus folgt eine Blutarmut mit Verlust von weißen Blutzellen und Thrombozyten. Komplizierend können Lungenentzündung und eine Tuberkulose hinzukommen. Letztere sind häufig die unmittelbare Todesursache.

Diagnostik

Die Erkennung gelingt mikroskopisch in Ausstrichen von Gewebematerial nach Giemsafärbung, z.B. aus Knochenmark- oder Milzpunktaten. Ferner ist die Kultur in Spezialnährmedien und die Serologie möglich.

Therapie

Antimonpräparate (Pentostam, Glucantime), aromatische Diamidine (Lomidine).

Prognose

Der Verlauf der Erkrankung ist schwer und unbehandelt tödlich. Das Vorliegen eines Immundefektes der Makrophagen ist wahrscheinlich Voraussetzung für einen schweren, tödlichen Krankheitsverlauf. Die meisten Infizierten überwinden die Infektion in einem frühen Stadium.