Hygieneschäd­linge, Gesundheits­schädlinge: Milben

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2014)

Auch Milben können Hygieneschädlinge oder Gesundheitsschädlinge sein. Milben sind weniger als einen Millimeter groß und stellen die kleinen Verwandten der Zecken dar. Jedoch saugen nur einige Milbenarten Blut:

  • Vorratsmilben fressen Nahrungsmittel,
  • Nagemilben ernähren sich von Hautschuppen von Mensch und Haustiertieren und
  • Hausstaubmilben fressen unter anderem Pilze, die auf Hautschuppen und Gewebezellen wachsen und die sie in Betten, Matratzen und Polstern finden.

Milben gelten als Hygieneschädlinge oder Gesundheitsschädlinge, wenn sie Krankheitserreger übertragen können. Ein gesundheitliches Problem stellen Milben jedoch vor allem dadurch dar, dass sie sich massenhaft vermehren und starke allergische Reaktionen und Asthma hervorrufen können. Außerdem verursachen manche Nage- beziehungsweise Grabmilben beim Menschen Krätze – bei Tieren auch als Räude bezeichnet. Die Krätzemilben sind mit einer Größe von 0,2 bis 0,5 Millimetern nur unter der Lupe sichtbar und bohren beziehungsweise fressen sich in die Haut, die sich dann entzünden kann. Krätze erfordert eine ärztliche Behandlung, wobei Salben und andere geeignete Mittel zum Einsatz kommen. Die Therapie sollte zudem von strengen hygienischen Maßnahmen begleitet sein, um einen wiederholten Befall durch Bettwäsche, Handtücher und andere Textilien zu vermeiden.

Allgemeine Maßnahmen gegen Milben bestehen darin,

  • alle Räume gut zu lüften,
  • Feuchtigkeit zu vermeiden,
  • die Bettwäsche häufig zu wechseln und
  • Matratzen und Teppichböden gründlich abzusaugen.