Hygieneschäd­linge, Gesundheits­schädlinge: Flöhe

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2014)

Als wichtige Hygieneschädlinge oder Gesundheitsschädlinge gelten auch Flöhe: Bekannt sind Flöhe zum Beispiel als Überträger der Pest, die in Europa vor allem im Mittelalter eine verheerende Seuche war.

Den sprichwörtlichen Floh im Ohr gibt es jedoch nicht. Flöhe bevorzugen weichhäutige Körperbereiche bei Tieren und Menschen und können eine wahre Plage darstellen. Egal, ob es sich um Menschenflöhe, Hundeflöhe oder Katzenflöhe handelt – diese Hygieneschädlinge oder Gesundheitsschädlinge stechen alles, was ihnen vor den Stechrüssel kommt, um Blut zu saugen: Ist die Katze gerade nicht erreichbar, ist dem Floh auch der Mensch als Wirt recht. Ist mal kein Wirt verfügbar, können die Schädlinge wochenlang ohne Nahrung auskommen und auf ihr nächstes Opfer warten. Flöhe haben eine enorme Sprungleistung: Im Verhältnis zur Körpergröße müsste ein Mensch über den Kölner Dom springen, um es ihm gleichzutun. Auch in Sachen Vermehrung sind diese Schädlinge sehr leistungsfähig: Ein Weibchen kann bis zu 50 Eier pro Tag legen!

Maßnahmen zur Vorbeugung und bei Befall

Es ist besser, einen Befall durch Hygieneschädlinge oder Gesundheitsschädlinge wie Flöhe zu verhindern, als einen schon bestehenden Befall in der Wohnung zu bekämpfen. Die folgenden Maßnahmen sind zur Vorbeugung und bei Befall geeignet:

  • Waschen Sie Kleidung und Bettzeug. Säubern und staubsaugen Sie die Schlafstellen Ihrer Haustiere gründlich. Legen Sie Ihrem Hund ein Ungezieferhalsband an oder behandeln Sie das Fell regelmäßig alle vier Wochen mit einem beim Tierarzt erhältlichen Flohmittel, das einige Wochen vor Flöhen schützen. Letzteres gilt auch für Katzen.
  • Gegen Flohlarven im Teppich hilft häufiges Staubsaugen und Ausklopfen. Larven in Textilien sterben durch Waschen oder Bügeln – wählen Sie dabei eine möglichst hohe Temperatur.
  • Bei Flohbefall helfen nur Insektenvernichtungsmittel (Insektizide) als Pulver oder Spray. Behandeln Sie die Lagerstätten Ihrer Haustiere, Bettrahmen und Matratzen und so weiter laut Gebrauchsanweisung, um zunächst die Flöhe abzutöten. Wenden Sie dann im Abstand von 14 Tagen ein bis zwei Mal sogenannte Häutungshemmer an, um auch die Larven zu bekämpfen.