Flöhe: Flöhe bekämpfen

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (12. August 2015)

Wer Flohbisse hat, leidet oft nicht nur unter dem Juckreiz, sondern auch unter der Frage, woher diese stammen. Gibt es Flöhe in der Wohnung? Sind Haustiere befallen? Dann reicht es nicht, nur die Flohbisse zu behandeln, sondern man muss auch die noch vorhandenen Flöhe bekämpfen.

Haustiere

Bei Hunden und Katzen kommt Flohbefall häufiger vor, sofern man keine Vorsorgemaßnahmen trifft. Befallene Haustiere leiden ebenfalls unter dem Juckreiz der Flohbisse und kratzen und beißen sich deswegen. Überprüfen Sie beim Verdacht auf Flohbefall, ob Sie Anzeichen für Flöhe bei Ihrem Haustier finden.

Ein junger Hund kratzt sich hinterm Ohr. © Jupiterimages/iStockphoto

Auch bei Haustieren führen Flohbisse zu starkem Juckreiz.

Durchkämmen Sie das Fell – vor allem der Rumpf und der Ohrenbereich sind ein beliebtes Ziel von Flöhen. Halten Sie Ausschau nach Flöhen oder ihren Ausscheidungen – diese sehen aus wie kleine schwarze Punkte.

Ob es sich bei den Flecken um Floh-Ausscheidungen handelt, können Sie leicht testen: Befeuchten Sie ein Stück Küchenpapier, Papiertaschentuch oder Ähnliches und geben Sie die verdächtigen Punkte darauf. Bei Floh-Ausscheidungen bildet sich nun ein blutroter Fleck auf dem Papiertuch.

Haustiere mit Flohbefall müssen in der Regel über mehrere Wochen lang regelmäßig mit einem Flohmittel behandelt werden. Welches Mittel sich am besten eignet, um die Flöhe zu bekämpfen, kann Ihnen Ihr Tierarzt sagen.

Bei einem Flohbefall sollten Sie Ihr Haustier außerdem mit einem Wurmmittel behandeln, da Hunde- und Katzenflöhe den Hunde- beziehungsweise Katzenbandwurm übertragen können.

Wohnung

Zu einem Flohbefall in der Wohnung kann es durch Haustiere kommen – aber auch ohne Haustiere ist ein Flohbefall durchaus möglich. Flöhe können unter Umständen auch durch ein Second-Hand erworbenes, befallenes Polstermöbel oder einen gebrauchten Teppich in die Wohnung gelangen.

In der Wohnung verstecken sich Flöhe neben Polstermöbeln, Teppichen oder Matratzen gerne in Bodenritzen, Bretterböden und Wandrissen.

Tipps: Flöhe in der Wohnung bekämpfen

  • Reinigen Sie den Schlafplatz des Haustieres (inklusive Decken, Kissen etc.) und alles drum herum sowie alle Plätze, an denen sich Ihr Haustier gerne aufhält (Sofa, Sessel, ...) gründlich.
  • Gehen Sie mit dem Staubsauger durch die Wohnung. Werfen Sie den Staubsaugerbeutel anschließend weg, da Flöhe darin überleben.
  • Besorgen Sie sich im Fachhandel ein Insektizid und behandeln Sie die Wohnung damit.
  • Floh-Eier oder -Kokons können einige Wochen überleben und zu neuem Flohbefall führen. Ausgewachsene Flöhe überleben ohne Blutmahlzeit zudem bis zu mehrere Monate. Um alle Flöhe zu erwischen, wiederholen Sie deshalb alle Maßnahmen mindestens ein- oder zweimal.
  • In schlimmen Fällen von Flohbefall kann Ihnen ein professioneller Schädlingsbekämpfer helfen.