Cryptococcus neoformans

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (26. Oktober 2011)

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Cryptococcus neoformans ist ein Hefepilz, der weltweit vorkommt. Insbesondere im Darm beziehungsweise im Kot von Vögeln ist Cryptococcus neoformans häufig zu finden. Vor allem Taubenkot enthält den Erreger häufig. Infiziert sich eine Person mit Cryptococcus neoformans, wird dies auch Kryptokokkose genannt. In der Regel entsteht eine Kryptokokkose-Infektion nur bei Personen, deren Immunsystem stark geschwächt ist.

Cryptococcus neoformans kommt im Erdboden, auf Gräsern und auf Getreide vor. Nimmt ein Vogel den Erreger auf, vermehrt sich dieser im tierischen Darm. Anschließend scheidet der Vogel die infektionsfähigen Erreger (Kryptokokken) wieder aus. Der Erreger kann im Staub oder Kot sehr lange überleben. Beim Einatmen kann der Hefepilz aus feinem Staub in die Lunge geraten und von dort aus in weitere Bereiche des menschlichen Körpers vordringen. Befällt Cryptococcus neoformans das zentrale Nervensystem, entsteht eine Gehirnentzündung (Meningoenzephalitis).

Insbesondere bei AIDS-kranken Personen kann Cryptococcus neoformans zu einer Kryptokokkose-Infektion führen. Bevor HIV beziehungsweise AIDS verbreitet waren, wurde die Diagnose Kryptokokkose nur in seltenen Fällen diagnostiziert.

Cryptococcus neoformans ist von einer Kapsel aus Polysacchariden (Vielfachzucker, eine Unterklasse der Kohlenhydrate) umgeben. Im Körper des Menschen schützt die Kapsel die Pilzzellen vor den Fresszellen des Immunsystems, sodass sich der Erreger ungehindert verbreiten kann. Wie häufig eine Kryptokokkose auftritt, ist nicht genau bekannt.

Einer Infektion mit dem Hefepilz Cryptococcus neoformans können Sie nur bedingt vorbeugen. Gefährdet sind insbesondere immungeschwächte Personen. Da sich Cryptococcus neoformans vor allem im Kot von Vögeln – insbesondere in dem von Tauben – befindet, könnte höchstens eine Eindämmung des Taubenvorkommens das Infektionsrisiko senken.