Coccidioides immitis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. April 2016)

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In manchen Regionen der Erde enthält der Staub Sporen des Pilzes Coccidioides immitis. Atmet man diese mit ein, besteht das Risiko einer sogenannten Kokzidioidomykose.

Coccidioides immitis kommt in den USA in den Südstaaten und im Westen sowie in Mittel- und Südamerika im Erdboden von Wüstengebieten vor. Ein Infektionsrisiko besteht vor allem bei Sandstürmen. Die Pilzsporen von Coccidioides immitis lösen auch bei Tieren Erkrankungen aus.

Steckbrief Coccidioides immitis

Der Pilz Coccidioides immitis kann in zwei Erscheinungsformen auftreten:

  • Züchtet man den Pilz im Labor auf speziellen Nährböden an, bildet er nach etwa fünf Tagen ein weißes, wolliges Geflecht (Myzel).
  • Im Körpergewebe bildet Coccidioides immitis kleine, dickwandige Kugeln, sog. Sphärulen. Diese enthalten Sporen, die durch Aufplatzen freigesetzt werden.

Man sieht eine mikroskopische Aufnahme von Sphärulen von Coccidioides immitis in einer Gewebeprobe. © CDC

Mikroskopische Aufnahme von Sphärulen von Coccidioides immitis in einer Gewebeprobe.

Krankheiten

Atmet man die Sporen des Pilzes Coccidioides immitis ein, kann das zur sogenannten Kokzidioidomykose führen. Die Erkrankung kann unterschiedlich schwer verlaufen. Bei etwa sechs von zehn Fällen treten gar keine Beschwerden auf oder es zeigen sich nur leichte, erkältungsähnliche Beschwerden. Bei etwa vier von zehn Fällen zeigen sich Beschwerden einer Lungenentzündung, mit Symptomen wie:

Wegen der Gelenkschmerzen, die im Rahmen der Erkrankung auftreten können, wird die Kokzidioidomykose manchmal auch "Wüstenrheumatismus" genannt.

In circa fünf Prozent der Krankheitsfälle entwickelt sich eine chronische Lungeninfektion, bei sich durch untergehendes entzündetes Gewebe Hohlräume im Lungengewebe bilden. Bei weniger als einem Prozent der Erkrankten verbreitet sich der Krankheitserreger über das Blut im Körper und führt zu knötchenförmigen Hautschäden sowie Entzündung der Knochen, der Gelenke und der Hirnhaut.

Therapie

Bei intaktem Immunsystem ist bei leichten Formen einer Kokzidioidomykose meist keine Therapie notwendig, da die Erkrankung in der Regel von selbst ausheilt. Liegt jedoch eine schwere Verlaufsform vor oder hat sich der Erreger bereits über das Blut im Körper ausgebreitet, muss die Kokzidioidomykose über mehrere Monate mit Medikamenten behandelt werden (z.B. mit den Wirkstoffen Itraconazol, Amphotericin B).