Clostridium botulinum: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (18. Mai 2011)

Die Bakterienart Clostridium botulinum ist in der Natur allgegenwärtig. In die Nahrungsmittelkette des Menschen gelangen diese Bakterien und ihr Giftstoff Botulinumtoxin normalerweise nur durch eine unsachgemäße Herstellung von Lebensmitteln und sind vor allem in Konservendosen zu finden. Durch einen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln kann man einer möglichen Vergiftung vorbeugen.

Das von Clostridium botulinum produzierte Botulinumtoxin ist sehr hitzeempfindlich. Daher sollte man Lebensmittel möglichst kochen. Wer etwa Gemüse selbst einweckt, sollte es anschließend nochmals aufkochen.

Ein Einmachglas mit Kidneybohnen gefüllt. © Jupiterimages/iStockphoto

Erhitzen Sie den Inhalt selbst eingeweckter Speisen möglichst nochmals vor dem Verzehr.

Auch wenn Botulismus in Deutschland sehr selten vorkommt: Achten Sie bei Konservendosen darauf, dass diese nicht aufgebläht sind – sie könnten durch Bakterien verunreinigt sein, deren Gase die Dosen ausbeulen. Solche Konserven sollten Sie in jedem Fall entsorgen. Die Sporen von Clostridium botulinum können aber auch in geräuchertem Fisch enthalten sein, so zum Beispiel in Lachs. Speisen mit einem unangenehmen Geruch sollten Sie keinesfalls probieren. Achten Sie bei vakuumverpackten Lebensmitteln wie zum Beispiel Wurstwaren auf eine gute Kühlung. So können sich eventuelle Keime nicht so schnell vermehren.

Das das Botulinumtoxin hitzeempfindlich ist, kann man die Giftstoffe durch einfaches Abkochen der Lebensmittel bei 100 Grad Celsius innerhalb von 15 Minuten (oder 30 Minuten auf 80 Grad Celsius erhitzen) inaktivieren.

Um dem bei Kleinkindern vorkommendem Säuglingsbotulismus vorzubeugen, sollten Sie Babys keinen Honig verabreichen; dieser kann Bakterien der Art Clostridium botulinum enthalten. Gelangen die Bakterien in den empfindlichen Darm der Kinder, können sie dort das Gift Botulinumtoxin bilden und so zum Botulismus führen.