Cladosporium carrionii

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. Mai 2016)

© CDC

Cladosporium carrionii (auch Cladophialophora carrionii genannt) zählt zu den sogenannten Schwärzepilzen und kommt als Umgebungspilz in der Erde und auf Pflanzen vor. Der Krankheitserreger ist vor allem in den trockenen Regionen tropischer und subtropischer Länder verbreitet.

Die Sporen dieses schwarzen Schimmelpilzes können – ebenso wie die Sporen von zum Beispiel Fonsecaea pedrosoi oder Phialophora verrucosa – in seltenen Fällen zur sogenannten Chromomykose (Chromoblastomykose) führen, wenn sie über kleine Hautverletzungen in den Körper gelangen. Bei einer Chromomykose kommt es anfangs zu Symptomen wie einzelnen, mit Schwellung und Rötung verbundenen Hautknötchen, die häufig mit Juckreiz Juckreiz einhergehen. Durch Kratzen kann der Erreger Cladosporium carrionii auf die umliegenden Hautbereiche verbreitet werden. Einige Wochen bis Jahre später zeigen sich körnige, geschwür- und warzenartige  Hautveränderungen. Diese Veränderungen treten vor allem an den Beinen auf, können sich aber auch an den Armen zeigen.

Man sieht eine mikroskopische Aufnahme von Cladosporium carrionii. © CDC

Cladosporium carrionii unter dem Mikroskop, mit 475-facher Vergrößerung.

Therapie

Bei einer Chromomykose durch Cladosporium carrionii lässt sich in frühen Krankheitsstadien der betroffene Hautbereich operativ entfernen. Ist die Haut in späteren Stadien bereits großflächig geschädigt, empfiehlt sich eine Behandlung mit Antipilzmitteln, die mehrere Monate fortgeführt werden sollte. Als Wirkstoff kommt hierbei Itraconazol infrage, unter Umständen auch kombiniert mit dem Wirkstoff Flucytosin.

Vorbeugen

Bisher sind keine Maßnahmen bekannt, mit denen man einer Infektion durch Cladosporium carrionii direkt vorbeugen könnte.