Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Chlamydia trachomatis

Veröffentlicht von: Carolin Grob (12. August 2011)

Überblick

Chlamydia trachomatis ist eine Bakterienart der Gattung Chlamydia, die ausschließlich den Menschen infiziert. Sie gehört zu den weltweit häufigsten Erregern von sexuell übertragbaren Krankheiten. In den Industrieländern sind Chlamydien die häufigsten Erreger von Harnwegsinfektionen beziehungsweise Infektionen der Geschlechtsorgane (zusammengefasst: Urogenitalinfektionen).

Es gibt unterschiedliche Subtypen (sog. Serotypen) von Chlamydia trachomatis, die jeweils für verschiedene Krankheiten verantwortlich sind:

  • Serotypen A-C: schwere Entzündung des Auges (Trachom)
  • Serotypen D-K: Entzündungen der Harnröhre, des Gebärmutterhalses, der Eileiter; Gelenkentzündungen (reaktive Arthritis)
  • Serotypen L1-L3: Geschwür und Entzündung am Genital, Schwellung der Leistenlymphknoten (Lymphogranuloma venereum)

Pro Jahr kommt es schätzungsweise zu 300.000 genitalen Neuinfektionen durch Chlamydien. Da eine Infektion mit Chlamydia trachomatis nicht der Meldepflicht unterliegt, liegen keine exakten Zahlen vor. Bei Frauen verlaufen Infektionen mit Chlamydia trachomatis in vier von fünf Fällen ohne Symptome, sodass eine Behandlung mit Antibiotika in vielen Fällen nicht oder nicht rechtzeitig erfolgt. Das birgt ein Problem: Durch eine Entzündung der Eileiter können diese gewissermaßen verkleben und es kann zu einer Unfruchtbarkeit kommen.

Eine infizierte Mutter kann Chlamydia trachomatis bei der Geburt auf ihr Kind übertragen (nicht beim Kaiserschnitt). Um die mitunter schwerwiegenden Folgen einer Ansteckung des Neugebornen zu verhindern, werden Schwangere auf Chlamydia trachomatis untersucht. Dieser Test ist Teil der Mutterschaftsvorsorge der gesetzlichen Krankenkassen.






Anzeige