Candida: Diagnose und Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Juni 2011)

Bei einer Besiedlung mit Candida ist die Diagnose oft schwierig. Eine Therapie besteht in der Regel darin, die Pilze abzutöten. Anhand von Abstrichen von Haut und Schleimhäuten lassen sich Sprosspilze der Gattung Candida nachweisen. Die Diagnose gestaltet sich allerdings insofern schwierig, als dass ein Nachweis nicht zwingend bedeutet, dass auch eine Infektion vorliegt, da Candida albicans als Bestandteil der normalen Hautflora auf der Haut und den Schleimhäuten vorkommt.

Eine Infektion mit Candida erfordert zunächst eine lokale Therapie: Bei Erkrankungen der Haut können äußerlich Desinfektionsmittel oder pilzabtötende Mittel (Antimykotika) zum Einsatz kommen. Bei befallenen Schleimhäuten im Mund- und Rachenbereich von Säuglingen, abwehrgeschwächten Personen (wie z.B. AIDS-Patienten) und auch bei einer Candidose im Vaginalbereich kann der Betroffene zusätzlich systemisch wirksame Pilzmittel einnehmen, das heißt Wirkstoffe, die im gesamten Körper wirken (z.B. aus der Gruppe der Azole). Diese wirken, indem sie in den Stoffwechsel der Pilze eingreifen.