Borrelia duttoni

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Mai 2016)

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Borrelia duttoni ist eine Bakterien-Art, die zu den Spirochäten zählt. Über Zeckenbisse kann der Erreger in den Körper von Menschen gelangen und zum sogenannten "endemischen Zeckenrückfallfieber" führen.

Mit Borrelia duttoni infizierte Zecken kommen vor allem in Afrika vor. Die Bakterien haben eine schraubenartige Form, wobei die einzelnen Bakterien jeweils etwa vier bis zehn Windungen aufweisen. Indem sie sich um die eigene Längsachse drehen, können sie sich im Körper fortbewegen.

Endemisches Zeckenrückfallfieber

Symptome

Etwa 5 bis 15 (meist 8) Tage  nach der Infektion mit Borrelia duttoni treten in der Regel Symptome wie hohes Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen auf. Das Fieber sinkt nach 2 bis 9 Tagen wieder und es folgen etwa etwa 2 bis 4 Tage ohne Beschwerden. Weitere Fieberschübe und fieberfreie Phasen schließen sich an.

In den fieberfreien Zeiträumen befindet sich Borrelia duttoni in verschiedenen Körperorganen und ist in dieser Zeit auch nicht im Blut nachweisbar. So gelingt es den Bakterien, sich vor den Fresszellen des Immunsystems zu verstecken und sich zu vermehren. Treten die Borrelien dann aus den Organen zurück in die Blutbahn, hat sich ihre Oberflächenstruktur verändert. Dadurch weisen sie neue Antigene auf, die das Immunsystem noch nicht kennt und auf die der Körper daher nicht mit Abwehrmechanismen reagieren kann. Das Ergebnis ist ein weiterer Fieberschub.

Therapie

Eine Infektion mit Borrelia duttoni lässt sich mit Antibiotika behandeln, zum Beispiel mit den Wirkstoffen Doxycyclin oder Erythromycin.

Vorbeugen

Der Erreger Borrelia duttoni wird über Zecken übertragen. Einer Infektion können Sie bislang nur vorbeugen, indem Sie versuchen, sich in Risikogebieten vor Zeckenbissen zu schützen. Es empfiehlt sich daher zum Beispiel bei Wanderungen Oberbekleidung mit langen Ärmeln, lange Hosen und festes Schuhwerk zu tragen. Nach einem Aufenthalt in zeckenträchtigen Gebieten sollte Sie Ihren Körper nach Zecken absuchen. Zeckenabwehrende Lotionen können zusätzlich einen begrenzten Schutz bieten.