Aspergillus

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Juni 2011)

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Der Schimmelpilz Aspergillus ist weltweit verbreitet und kommt überall im Boden, auf faulenden Pflanzen, in der Erde von Topfpflanzen sowie auf Getreide und Nüssen vor.

Aspergillen findet man außerdem in großen Mengen in Komposthaufen und Kompostieranlagen und in verschimmelten Lebensmitteln. Häufig werden die Sporen auch über schlecht gewartete Klimaanlagen verbreitet. Baustaub enthält große Mengen an Aspergillus-Sporen (Konidien), daher stellen Baustellen eine mögliche Schimmelpilz-Infektionsquelle für den Menschen dar.

Die Sporen von Aspergillus gelangen über die Atemluft in den Körper des Menschen. Da sie sehr klein sind, können sie bis zu den Lungenbläschen (Alveolen) gelangen. Aber auch über Verletzungen der Haut und Schleimhäute können die Aspergillus-Sporen Zugang zum Körper bekommen. Solange das Immunsystem intakt ist, machen Schimmelpilze den Menschen nicht krank. Die Sporen werden ohne Probleme vom Körper bekämpft. Eine sehr starke Schimmelbelastung wie zum Beispiel in der Biotonne oder bei Feuchtigkeitsansammlung in Wohn- und Kellerräumen kann allerdings Atemwegprobleme wie Asthma hervorrufen. Bei immungeschwächten Menschen kann der Schimmelpilz Aspergillus überleben und sich in der Lunge, im Gehörgang oder in der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen festsetzen und je nach Lokalisation ein Lungen-Aspergillom, eine Mykose des äußeren Gehörgangs oder der Nasennebenhöhlen auslösen. Der Pilz kann sich außerdem auf das zentrale Nervensystem ausweiten. Eine Infektion mit Aspergillus-Arten nennt sich Aspergillose.

Für den Menschen sind vor allem die Arten Aspergillus fumigatus, Aspergillus niger, Aspergillus flavus und Aspergillus nidulans von medizinischer Bedeutung. Darüber hinaus gibt es noch etwa 200 weitere Aspergillus-Arten.

Video: Wenn Schimmel krank macht

Aspergillus bildet ein Geflecht (Myzel) aus gabelig verzweigten Pilzzellen (Hyphen). Auf einfachen Nährböden wachsen nach zwei bis sieben Tagen Kulturen der Aspergillen. Aspergillus fumigatus bildet dabei wattig-pudrige Kolonien, deren Farbe je nach Alter zwischen rauchgrau und braun liegt.