Ancylostoma duodenale

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (17. März 2014)

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Der zu den Fadenwürmern (Nematoden) gehörende Hakenwurm Ancylostoma duodenale kann über die Haut in den menschlichen Körper gelangen. Dort siedelt sich der blutsaugende Parasit im oberen Dünndarm an, wo er jahrelang verbleiben kann. Ancylostoma duodenale führt beim Menschen zur sogenannten Hakenwurmkrankheit, auch Grubenwurmkrankheit oder Ancylostomiasis genannt.

Reisende, die sich in Risikogebieten aufhalten, sollten vor allem eins: für festes Schuhwerk sorgen. Der Grund: Die Larven von Ancylostoma duodenale befinden sich im Boden und gelangen meist über die Fußsohlen in den Körper.

Innerhalb von Deutschland kann man sich mit Ancylostoma duodenale in der Regel nicht infizieren – besonders in tropischen und subtropischen Regionen mit schlechten hygienischen Bedingungen ist der Hakenwurm dagegen häufig zu finden. Vor allem in feuchtwarmen Gebieten in Afrika, Asien, Südeuropa, Zentral- und Südamerika und dem Süden der USA kommt Ancylostoma duodenale vor.

Ancylostoma duodenale wird 0,7 bis 1,8 Zentimeter lang und besitzt am Vorderende eine hakenartige Biegung, wegen der er auch die Bezeichnung Hakenwurm erhalten hat. Die Hakenwürmer besitzen außerdem eine Mundkapsel mit zahnähnlichen Ausbildungen.

Entwicklungszyklus

Die Larven von Ancylostoma duodenale gelangen häufig beim Barfußgehen über die Haut in den Körper des Menschen. Eintrittspforte sind in der Regel die Füße und Beine.

Wenn die Larven eindringen, verlieren sie ihre Haut und wandern über die Blutbahn und das Lymphsystem in die Lunge, wo sie sich weiterentwickeln. Schließlich gelangen die Larven über das Bronchialsystem durch Aufhusten zum Kehlkopf. Durch Verschlucken passiert Ancylostoma duodenale den Magen und gelangt in den oberen Dünndarm. Dort werden die Larven geschlechtsreif. Sie können viele Jahre im Darm überdauern.

Vom Zeitpunkt der Infektion bis zur Geschlechtsreife der Larven vergehen im Allgemeinen etwa fünf Wochen. Die Larven können auch durch kontaminierte Nahrung in den oberen Dünndarm gelangen und müssen nicht zwangsläufig vorher den Körper durchwandern.

Pro Tag geben die Weibchen von Ancylostoma duodenale im Dünndarm etwa 20.000 Eier ab, welche mit dem Stuhl ausgeschieden werden und so in die Umwelt gelangen. Außerhalb des Körpers benötigen die Eier eine Temperatur von mindestens 20 Grad in feuchter Umgebung und mit ausreichend Sauerstoff, um weiter zu reifen.

Liegt eine Umgebungstemperatur von 28 Grad Celsius vor, bilden sich in den Eiern bereits nach ein bis zwei Tagen die ersten Larven, welche kurz darauf schlüpfen. Nach einer Zwischenhäutung werden die Larven von Ancylostoma duodenale infektionsfähig. In diesem Stadium können sie in feuchtwarmer Umgebung etwa einen Monat in der Umwelt überleben – bis sie in einen menschlichen Körper gelangen.